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| 15:02 Uhr

Freizeit
Ausflug war gestern: Erlebnis Mikroabenteuer

FOTO: Pixabay / rawpixel
Raus aus dem Alltag, den Job für einen Augenblick vergessen: Viele Menschen würden gern öfter eine Auszeit nehmen, haben aber nicht ausreichend Zeit oder Geld, um ständig in den Urlaub zu fahren.

Das ist aber auch gar nicht nötig: Viele Mikroabenteuer warten bereits vor der Haustür und ermöglichen kleine Fluchten aus dem Alltäglichen.

Neue Impulse für mehr Kreativität und Selbstvertrauen

Der britische Abenteurer Alastair Humphreys hat den Begriff Microadventure beziehungsweise Mikroabenteuer 2014 erfunden. Er meint damit kurze Unternehmungen, für die keine weiten Wege nötig sind, die aber trotzdem aufregend, lustig, herausfordernd oder bereichernd sind. Mikroabenteuer kosten in der Regel nicht viel und erfordern keine große Planung.

Statt in die weite Welt geht es also beispielsweise nur in den Vorort. So kann selbst der geschäftigste Großstädter aus dem gewohnten Alltagstrott ausbrechen und befreiende, entspannende Erlebnisse genießen. Achtsamkeit und Entschleunigung sind die Schlagworte für diesen Trend. Das Gehirn bekommt neue Impulse, das fördert die Kreativität und hilft dann wiederum im Alltag, frische Ideen zu entwickeln und Lösungen zu finden.

Mikroabenteuer eignen sich auch prima für Menschen, die bislang nicht so recht den Mut hatten, sich auf größere Wagnisse einzulassen. Ein Mikroabenteuer kann die Initialzündung für weitere, umfangreichere Erlebnisse sein: ungewohnte Herausforderungen zu bewältigen, stärkt das Selbstvertrauen.

Übernachtung im Freien, Kombinieren im Escape Room

„Keine Zeit“ zählt nicht als Ausrede: Selbst werktags nach Feierabend bleibt genügend Zeit für ein Mikro-Erlebnis. Auf dem Nachhauseweg einfach mal eine andere, unbekannte Route einschlagen, in einen anderen Bus oder eine andere Straßenbahn einsteigen und sich treiben lassen. Mit Sicherheit entdecken Mikroabenteurer so ganz neue Seiten ihres Heimatortes.

Ein Aufstieg in luftige Höhen verhilft sprichwörtlich zu einem neuen Blick auf die Dinge. Wer keine Berge oder Hügel vor der Haustür hat, genießt die Aussicht von einer Aussichtsplattform oder Dachterrasse eines Hochhauses – und die Alltagsprobleme scheinen auf einmal ganz klein.

Christo Foerster, Autor des Buchs „Mikroabenteuer“ und Initiator von „Raus und machen“, empfiehlt eine Nacht im Freien. Ob im Park oder Wald, im heimischen Garten oder auch nur auf dem Balkon – das Erlebnis, unter freiem Himmel zu schlafen, steht im starken Kontrast zum Gewohnten.

Wem das nicht geheuer ist, der verlegt zumindest das Abendessen nach draußen: zu Hause kochen, das Essen einpacken und im Park oder auf der nächsten Wiese ein Candle-Light-Dinner veranstalten. Macht mit dem Partner oder der besten Freundin noch mehr Spaß!

Bei einem Exit Game oder dem Erlebnis Escape Room etwa von jochen-schweizer.de sind Mitstreiter unerlässlich. Man schlüpft gedanklich in eine Rolle, mal Ermittler in einem Mordfall, mal Matrose auf einem sinkenden Schiff. Eingeschlossen in einem Raum geht es im Team darum, Rätsel zu knacken, Fälle zu lösen und den Weg aus dem Escape Room nach draußen zu finden. Es ist ein Spiel gegen die Uhr – das befreiende Gefühl, wenn sich vor Ablauf der Zeit die Tür öffnet, nehmen die Teilnehmer als gemeinsames Erfolgserlebnis mit nach Hause.