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| 10:38 Uhr

Immobilientipp
Das müssen Sie beim Immobilienkredit beachten

FOTO: Pixabay / nattanan23
Wer sich heute eine Immobilie zulegen möchte, der nimmt in vielen Fällen einen speziellen Kredit zu diesem Zweck auf. Erstens haben viele private Eigentümer nicht die nötigen finanziellen Rücklagen, um sich die Immobilie direkt zu kaufen. Zweitens sind die Zinsen für einen Kredit weiterhin so niedrig, dass sich die Aufnahme eines solchen in vielen Fällen lohnen kann. Einiges beachten sollten Sie dennoch.

Ermittlung des konkreten Budgets

Natürlich müssen Sie sich in einem ersten Schritt bewusst machen, welche Immobilien Sie sich leisten können und welche nicht. Auch wenn Sie die Anschaffung durch einen Kredit finanzieren, muss das Budget vorher genau festgelegt werden. Ermitteln Sie hierzu, über wie viel Eigenkapital Sie verfügen und ob Sie dieses sofort flüssig machen können. Oftmals sind recht hohe Summen fest angelegt. Dieses Geld sollte nicht zum festen Budget hinzugerechnet werden.

In die Überlegungen müssen auch Fragen einfließen, wie: Was schreibt die Wohnimmobilienkreditrichtlinie vor? Welche Kosten fallen für einen Notar und für separate Steuern an? Nicht nur der Kaufpreis muss von Ihnen finanziert werden, sondern auch sämtliche Gebühren, welche mit dem Kauf einhergehen. Wird das Projekt mit der Hilfe eines Maklers veräußert, so kommen hier weitere Kosten auf Sie zu. Es nutzt Ihnen nicht viel, wenn Sie lediglich einen Kredit aufnehmen, welcher den Preis der Immobilie abdeckt. Rechnen Sie die anderen Kosten von Anfang an mit dazu, um am Ende nicht böse überrascht zu werden.

Das leidige Thema Zinsen

Natürlich ist es wichtig, dass Sie sich für eine Bank entscheiden, die einen niedrigen Zinssatz anbietet. Wird der Zinssatz über einen langen Zeitraum festgesetzt, so sind Sie auf der sicheren Seite. Hier wird grob unterschieden zwischen den sogenannten Sollzins, dem effektiven Jahreszins und dem Nominalzins. Der Effektivzins und der Nominalzins werden vor allem im Hinblick auf die unterjährige Verzinsung zu unterscheiden. Der Effektivzins ist in der Regel etwas höher als der Nominalzins.
Der Sollzins bezeichnet jenen Prozentsatz, der pro Kalenderjahr auf das Darlehen direkt angewendet wird. Der Effektivzins berücksichtigt hingegen auch andere Kosten für die Finanzierung eines Baus oder Immobilienkaufs. Hier ist die Rede von den bereits oben angesprochenen Nebenkosten und einigen weiteren Posten, wie zum Beispiel Renovierung und Co.

Zinsbindung spielt große Rolle

Die Zinsbindungsfrist ist bei der Wahl des richtigen Angebots ebenfalls ausschlaggebend. Der Kreditgeber wird den Zinssatz für einen festgelegten Zeitraum festsetzen. Genau dieses Vorgehen bezeichnet die Zinsbindungsfrist oder die sogenannte Sollzinsbindung. Ist der Kredit für die eigene Immobilie nach dem Ablauf der festen Frist noch nicht vollständig getilgt, so wird eine Anschlussfinanzierung geplant. Das Tückische an der Sache: Hier werden die Zinsen neu definiert. Wenn Sie besonders clever vorgehen möchten, sollte ebenjener Zinssatz bereits bei der Aufnahme des Kredits festgelegt oder zumindest nach oben hin gedeckelt werden.
Je kürzer die Zinsbindungsfrist ist, desto geringer ist der Zinssatz. Die Finanzierung wird folglich insgesamt günstiger. Allerdings macht eine kurze Frist den Kredit ein wenig unsicherer. Bis zu der erwähnten Anschlussfinanzierung können die Zinsen unter Umständen steigen. In der Folge kann es sein, dass Sie trotz einer geringen Restschuld höhere monatliche Raten zahlen müssen.
Wägen Sie genau ab, ob Sie sich für eine kurze Laufzeit mit mehr Unsicherheiten bezüglich der danach anfallenden Zinsen oder für eine lange Laufzeit entscheiden. Ziehen Sie Ihren Berater zu einem Gespräch hinzu, um verschiedene Szenarien zu vergleichen. Wenn die Kreditsumme im Vergleich zu Ihrem Eigenkapital recht gering ist, kommt die kurze Laufzeit eher infrage.