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| 04:51 Uhr

Warten und reparieren
Wie werde ich Fluggerätmechaniker/in?

Der angehende Fluggerätmechaniker Jeremias Schmitt hat im Cockpit den Durchblick. Foto: Frank Rumpenhorst
Der angehende Fluggerätmechaniker Jeremias Schmitt hat im Cockpit den Durchblick. Foto: Frank Rumpenhorst FOTO: Frank Rumpenhorst
Frankfurt/Main. Ob in der Halle oder auf dem Rollfeld: Jumbo-Jets, Airbus-Flieger oder Helikopter müssen ständig gewartet und instand gehalten werden. Darum kümmern sich Leute wie Jeremias Schmitt. Von Sabine Meuter, dpa

Der 20-Jährige absolviert bei Lufthansa Technik in Frankfurt/Main eine Ausbildung zum Fluggerätmechaniker mit der Fachrichtung Instandhaltungstechnik. Er arbeitet im Flugzeug-Check-Team und erledigt Wartungsarbeiten oder Reparaturen an mechanischen und elektronischen Systemen.

„Die Tätigkeit ist komplex und erfordert viel Fachwissen, das in der dreieinhalbjährigen Ausbildung vermittelt wird“, erklärt Hans Peter Gomolzig vom Bundesverband der Betriebe der Allgemeinen Luftfahrt (BBAL) in Schwelm. Bewerber sollten technisches Verständnis mitbringen und Spaß daran haben, an großen Geräten zu arbeiten. „Erwartet wird mindestens ein Hauptschulabschluss.“ Nach seinen Angaben beginnen pro Jahr bis zu 100 junge Leute die Ausbildung. Wer den Beruf erlernt hat, wird immer Arbeit haben - denn der Luftverkehr verzeichnet nach wie vor Wachstumsraten.

Bei vielen Firmen ist Schichtdienst und Nachtarbeit an der Tagesordnung. „Mir macht das nichts aus, so bleibt Zeit für Behördengänge und Ähnliches, ohne sich gleich freinehmen zu müssen“, sagt Schmitt. Wichtig sei, in Stresssituationen nicht hektisch zu werden: „Auch unter enormem Zeitdruck muss man die Aufgabe hochkonzentriert und gewissenhaft ausüben.“ Lärm darf einen nicht aus der Fassung bringen.

Die Ausbildung findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. Nach einer Zwischenprüfung vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres spezialisieren sich die angehenden Fachkräfte auf eine von drei Fachrichtungen: Fertigungs-, Instandhaltungs- oder Triebwerkstechnik. Egal, welche Fachrichtung: „Bewerber brauchen zwingend Teamfähigkeit“, erklärt Gomolzig. Denn oft wird in einer größeren Gruppe an einem Flugzeug gearbeitet. Ein Muss sind auch gute Englischkenntnisse.

Die Tätigkeit ist gut bezahlt. Die Ausbildungsvergütung liegt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bei tarifgebundenen Unternehmen im ersten Jahr zwischen 976 Euro und 1053 Euro brutto im Monat, im zweiten Jahr bei bis zu 1102 Euro, im dritten bei bis zu 1199 Euro und im vierten Ausbildungsjahr bei bis zu 1264 Euro. „In nicht tarifgebundenen Unternehmen kann die Ausbildungsvergütung niedriger sein“, betont Gomolzig.

Auch das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung ist vergleichsweise hoch. In tarifgebundenen Unternehmen kann es laut Bundesagentur für Arbeit bei um die 3362 Euro brutto im Monat liegen. Arbeitgeber von Fluggerätmechanikern sind Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber, aber auch Flugzeug- und Hubschrauberhersteller oder die Bundeswehr. Wer beruflich vorankommen will, kann sich etwa zum Techniker der Fachrichtung Luftfahrt weiterbilden. Möglich ist auch, Industriemeister im Bereich Flugzeugbau/Luftfahrttechnik zu werden. Fluggerätmechaniker mit einer Hochschulzugangsberechtigung können studieren und einen Bachelor oder Master etwa im Fach Luft- und Raumfahrttechnik erwerben.

Berufsbild bei der Bundesagentur für Arbeit: Fluggerätemechaniker

Schmitt, Auszubildender zum Fluggerätmechaniker bei der Lufthansa, überprüft den Luftdruck an den Reifen der Ausbildungs-Maschine vom Typ Boeing 737. Foto: Frank Rumpenhorst
Schmitt, Auszubildender zum Fluggerätmechaniker bei der Lufthansa, überprüft den Luftdruck an den Reifen der Ausbildungs-Maschine vom Typ Boeing 737. Foto: Frank Rumpenhorst FOTO: Frank Rumpenhorst
Schmitt überprüft in der Lehrwerkstatt von Lufthansa ein Metallstück. Foto: Frank Rumpenhorst
Schmitt überprüft in der Lehrwerkstatt von Lufthansa ein Metallstück. Foto: Frank Rumpenhorst FOTO: Frank Rumpenhorst
Jeremias Schmitt (l) feilt unter Anleitung von Ausbilder Roger Kuhlisch an einem Flugzeugteil. Foto: Frank Rumpenhorst
Jeremias Schmitt (l) feilt unter Anleitung von Ausbilder Roger Kuhlisch an einem Flugzeugteil. Foto: Frank Rumpenhorst FOTO: Frank Rumpenhorst
Auch Feinarbeit an der Elektronik im Cockpit gehört für den Azubi zum Alltag. Foto: Frank Rumpenhorst
Auch Feinarbeit an der Elektronik im Cockpit gehört für den Azubi zum Alltag. Foto: Frank Rumpenhorst FOTO: Frank Rumpenhorst
Jeremias Schmitt lässt sich von den riesigen Triebwerken nicht einschüchtern. Auch der Lärm bei der Arbeit macht dem Lufthansa-Azubi nichts aus. Foto: Frank Rumpenhorst
Jeremias Schmitt lässt sich von den riesigen Triebwerken nicht einschüchtern. Auch der Lärm bei der Arbeit macht dem Lufthansa-Azubi nichts aus. Foto: Frank Rumpenhorst FOTO: Frank Rumpenhorst
Schmitt liebt seinen Beruf. Die Schichtarbeit macht dem angehenden Fluggerätemechaniker nichts aus. Foto: Frank Rumpenhorst
Schmitt liebt seinen Beruf. Die Schichtarbeit macht dem angehenden Fluggerätemechaniker nichts aus. Foto: Frank Rumpenhorst FOTO: Frank Rumpenhorst
Auch handwerkliches Geschick gehört dazu: Ausbilder Roger Kuhlisch (l) prüft mit Azubi Jeremias Schmitt in der Lehrwerkstatt der Fluggerätmechaniker ein Metallteil. Foto: Frank Rumpenhorst
Auch handwerkliches Geschick gehört dazu: Ausbilder Roger Kuhlisch (l) prüft mit Azubi Jeremias Schmitt in der Lehrwerkstatt der Fluggerätmechaniker ein Metallteil. Foto: Frank Rumpenhorst FOTO: Frank Rumpenhorst
Anhand der Ausbildungs-Maschine vom Typ Boeing 737 lernt Schmitt die Eigenheiten des Flugzeugmodells. Foto: Frank Rumpenhorst
Anhand der Ausbildungs-Maschine vom Typ Boeing 737 lernt Schmitt die Eigenheiten des Flugzeugmodells. Foto: Frank Rumpenhorst FOTO: Frank Rumpenhorst
Als Fluggerätmechaniker ist Jeremias Schmitt mit sämtlichen Arbeiten rund um das Flugzeug vertraut. Foto: Frank Rumpenhorst
Als Fluggerätmechaniker ist Jeremias Schmitt mit sämtlichen Arbeiten rund um das Flugzeug vertraut. Foto: Frank Rumpenhorst FOTO: Frank Rumpenhorst