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| 09:28 Uhr

Wie schreibe ich ansprechende Stellenanzeigen online?

FOTO: Pixabay.com, © StartupStockPhotos (CC0 1.0)
Kaum ein Unternehmen möchte heute auf Online-Stellenanzeigen verzichten, um Personal zu gewinnen. Auch im Internet gilt: Wer gleichzeitig auffällt und seriös wirkt, gewinnt.

Gerade in Branchen mit Fachkräftemangel wird immer mehr Energie auf die Personalgewinnung verwendet. Ein Großteil des Recruitings findet heute online statt. Große Jobbörsen wie StepStone bieten eine riesige Reichweite und sind gleichzeitig für die Bewerber komfortabel zu bedienen. Doch mit der wachsenden Konkurrenz im Internet wächst auch der Druck, mit seiner Stellenanzeige im großen Angebot herauszustechen.
Im Folgenden die wichtigsten Tipps für eine erfolgreiche Online-Stellenanzeige.

Einfach und klar formulieren

Auch wenn sich die Ausschreibung an Akademiker richtet - niemand mag komplizierte Sprache. Ansprechend ist, was angenehm erscheint. Deshalb sollten Formulierungen gut verständlich sein. Die verwendeten Wörter sollten der gesprochenen Sprache entstammen. Bei komplizierten Konstrukten und Branchenjargon lässt sich meist eine einfachere Alternative finden. Auch beim Satzbau gilt es, unnötige Verkomplizierungen und Schachtelsätze zu vermeiden. Die Formulierungen sollten einer im betreffenden Berufsfeld angemessenen Alltagssprache entsprechen.

Beispiele sind Trumpf

Statt die Tätigkeitsbeschreibung und die Anforderungen an die Bewerber hinter abstrakten Begriffen zu verstecken, kann es helfen, konkrete Beispiele zu nennen. So lässt sich meist schneller und präziser eingrenzen, wen man ansprechen will. Auch der Kandidat kann so besser einschätzen, ob er für die Stelle geeignet ist.

Rechtliche Vorgaben beachten

Bei Stellenanzeigen gilt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Die Formulierungen sind daher so zu wählen, dass sich nicht als Verstoß interpretiert werden können. Problematisch können bereits Hinweise auf gewünschte Muttersprachlichkeit (Herkunft) oder Mobilität (Gesundheit) sein. Stellenbezeichnungen müssen geschlechtsneutral formuliert sein oder beide Geschlechter erwähnen. Die männliche Form ist hierbei kein geeigneter Oberbegriff. Im Zweifel sollten Unternehmen anwaltlichen Rat einholen, um juristische Schritte abgelehnter Bewerber auszuschließen.

Zu lange Anzeigen werden nicht gelesen

Die Erfahrung zeigt: Eine Stellenanzeige sollte so kurz wie möglich sein. Natürlich sollte in ihr alles stehen, was dem Unternehmen wichtig ist. Der Bewerber möchte aber keine Aufsätze über die Geschichte des Unternehmens lesen, sondern Details zum Job erfahren und sich darauf einstellen können, was ihn beim Bewerbungsgespräch erwartet.

Storytelling beginnt beim Jobtitel

Der Jobtitel ist der Einstieg in die Stellenanzeige. Englische Berufsbezeichnungen sind dabei nicht immer die beste Wahl. Im besten Fall gibt schon der Jobtitel einen Hinweis darauf, welches Arbeitsfeld und welche Unternehmenskultur sich hinter dem Stellenangebot verbirgt. Bei der Formulierung des Titels kann sich daher ein gewisses Maß an Storytelling lohnen, wie dieser Blogartikel ausführt . Denn dieses regt Emotionen an und verführt zum Weiterlesen. Gut geeignet ist zum Beispiel eine Kombination aus persönlichen Eigenschaften und der Jobbezeichnung. Ein "kluger Java-Entwickler (m/w)" oder ein "Volljurist mit Leidenschaft (m/w)" sind vielversprechende Gesuche. Denn hier fühlt sich der Leser auch auf der menschlichen Ebene angesprochen.