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Tipps für ein Auslandssemester in den USA

Heutzutage ist es üblich, eine Zeit lang im Ausland zu studieren, die Sprachkenntnisse zu verbessern sowie die jeweilige Kultur des Landes kennenzulernen. Besonders die Vereinigten Staaten sind ein sehr beliebtes Ziel für Aufenthalte im Ausland. Viele Studenten möchten jedoch nicht das gesamte Studium im Ausland verbringen, sondern nur einen begrenzten Zeitraum im Land bleiben. Hierfür bietet sich ein Auslandssemester an.

Die Vorteile eines Auslandsssemesters in den USA

Ein Auslandssemester wirkt sich vor allem auf die eigene Persönlichkeitsentwicklung aus. Eigenschaften wie Flexibilität, Offenheit und Teamfähigkeit werden bei einem Auslandssemester weiterentwickelt und wirken auf spätere Arbeitgeber attraktiv. Hinzu kommen bei einem Auslandssemester die erworbenen Sprachkenntnisse. Englisch gilt heute als Muss auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Ein Auslandssemester in den USA wertet den Lebenslauf auf. Ein weiteres Plus ist das internationale Flair, denn jährlich zieht es über 900.000 ausländische Studenten in die USA - solch ein Aufenthalt hilft also, internationale Kontakte zu knüpfen.

Planung und Bewerbung für einen Studienplatz in den USA

Für einen Aufenthalt in den USA benötigt es viel Vorbereitungszeit. Viele Stipendienfristen laufen bereits ein Jahr vorher aus, sodass sich studentische Bewerber frühzeitig um einen Platz bemühen sollten. Einige Hochschulen nehmen zudem standardisierte Tests vor, die vor allem für Studenten gedacht sind, welche ihr komplettes Bachelor- oder Masterstudium in den USA verbringen möchten.

Zu den benötigten Bewerbungsunterlagen für ein Vollzeitstudium im Ausland zählen neben den allgemeinen Angaben des Geburtsdatums, vollständigen Namens sowie Wohnort, Herkunft und Bildungsstand die Kopie des Abiturzeugnisses, ein Motivationsschreiben, die Ergebnisse der Sprach-und Eignungstests sowie Angaben zur Studienfinanzierung.

Die Wahl der passenden Hochschule in den USA

Für jeden Bewerber steht zunächst die Frage nach dem Wunschstudienort im Raum. Die USA haben viel zu bieten und sind nicht umsonst DAS Sehnsuchtsziel für Jung und Alt . Welcher Studienort der richtige ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Vielmehr ergibt die Bewertung der unterschiedlichen Faktoren mit Bezug zur individuellen Zielsetzung ein Gesamtbild: Der fachliche Bereich, die Infrastruktur vor Ort sowie die historischen und geographischen Eigenheiten der Region spielen eine Rolle bei der Wahl. Die beliebtesten Studienorte für deutsche Bewerber liegen in Kalifornien, Massachusetts und New York.

Kalifornien hat nicht nur aufregende Metropolen wie Las Vegas, San Francisco oder San Diego zu bieten, die kalifornischen Universitäten setzen im Gegensatz zu anderen Hochschulen zudem vergleichsweise niedrige Studiengebühren an. Zu den renommierten Universitäten in Kalifornien zählen

das Pomena College in Claremont, das mit seinen starken Betreuerquoten überzeugt, das Williams College sowie die Stanford University, die bereits 22 Nobelpreisträger hervorbrachte.Massachusetts ist zwar ein kleiner Bundesstaat, jedoch auch eines der wichtigsten Ballungszentren der USA. Hier treffen eine starke Wirtschaft, ein strukturiertes Bildungssystem sowie abwechslungsreiche Freizeitmöglichkeiten zusammen - genau der richtige Anlaufpunkt also für ausländische Studenten. In Massachusetts finden sich die weltbekannten Elite-Universitäten wie die Harvard University oder das Massachusetts Institute of Technology, aber auch kleinere private Colleges wie das Amherst College, das den Studenten die Möglichkeit bietet, Kurse ohne Kosten zu besuchen.

Als beliebtes Studienziel gilt ebenso die Metropole New York. Im Big Apple werden die ausländischen Studenten vom Großstadtleben, der florierenden Wirtschaft und dem internationalen Flair angezogen.

Genügend Zeit für die Vorbereitung einplanen

Doch ganz gleich, wo die Reise hingeht, Studenten dürfen nicht vergessen, dass die Vorbereitung des Auslandsaufenthalts eine gewisse Zeit braucht. Für Studenten ist es ratsam, sich rechtzeitig über die Einreisebestimmungen in den USA zu informieren, denn es kann einige Wochen dauern, bis alle Papiere zusammengetragen und der Visaantrag bewilligt ist.

Zudem sollten Studierende unbedingt eine gute Auslands-Krankenversicherung abschließen und sich gegen Reiseabbruch bzw. Reiserücktritt mit einer günstigen Police absichern. Tun sie es nicht, kann es im Zweifel richtig teuer werden. Nicht alle Reiseversicherungen, die auf dem Markt sind, sind nötig, aber es ist erforderlich, sich mit Informationen zum Thema Reiseversicherungen zu versorgen, um eine gute Entscheidungsgrundlage herzustellen. Auf dieser Basis können Studierende günstige Angebote für ihre individuellen Zwecke finden und nutzen.

Wissenswertes zum Hochschulsystem in den USA

Das amerikanische Hochschulsystem bringt im Vergleich zum europäischen System einige Unterschiede mit. Eines der Hauptmerkmale sind die privaten und öffentlichen Einrichtungen. Dabei sind die privaten Colleges keinesfalls schlechter gestellt, sondern überzeugen oftmals mit einem

hohen Lernanspruch,gut ausgebildeten Dozenten undniedrigere Studiengebühren.Studiengebühren sind jedoch in allen Einrichtungen ein Thema - Studenten in Harvard müssen beispielsweise für ein Bachelor-Studium bis zu 63.000 Dollar zahlen. Der Studienaufbau im amerikanischen Hochschulsystem ist dem des deutschen Systems ähnlich. Nach drei bis vier Jahren erwerben die Studenten den ersten akademischen Grad, der Bachelor Degree heißt. Ein Studium in den USA gliedert sich dabei in die Abschnitte undergraduate studies und graduate studies. Die Aufbau-Studiengänge im Masterstudium unterscheiden sich von den deutschen Studiengängen in ihrer Untergliederung: In den USA differenzieren die Hochschulen zwischen akademischen und berufsorientierten Masterstudiengängen. Die Notenverteilung erfolgt, anders als im deutschen Hochschulsystem festgelegt, in Buchstaben und nicht in Zahlen. So steht der Buchstabe "A" für eine sehr gute Bewertung, während der Buchstabe "F" einem Ungenügend gleichkommt.