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| 10:56 Uhr

War alles rechtmäßig?
Rechtsschutzversicherung Fristlose Kündigung

Für den Fall der Fälle - nutzen Sie die Checkliste, ob Ihre fristlose Kündigung rechtmäßig war. Klicken Sie auf VERGRÖßERN für die vollständige Checkliste.
Für den Fall der Fälle - nutzen Sie die Checkliste, ob Ihre fristlose Kündigung rechtmäßig war. Klicken Sie auf VERGRÖßERN für die vollständige Checkliste. FOTO: Friendsurance
Falls Sie eine fristlose Kündigung erhalten haben, dann haben Sie die Möglichkeit, innerhalb der nächsten drei Wochen darauf zu reagieren und Ihr Recht einzufordern. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie bereits eine Rechtsschutzversicherung haben. Von PR

Im Folgenden erfahren Sie, wann Sie tätig werden sollten und was Sie noch dabei berücksichtigen müssen:

Fristlose Kündigung bei einem schwerwiegenden Grund

Bei einer fristlosen Kündigung handelt es sich um einen Kernbestandteil des § 626 im Bürgerlichen Gesetzbuch. In diesem Zusammenhang steht geschrieben, dass ein Arbeitsverhältnis ohne Frist unter Angabe eines wichtigen Grundes gekündigt werden kann. Dabei muss dieser Grund aber so schwerwiegend sein, dass ein Arbeitsverhältnis bis zum Ablauf der Kündigungsfrist nicht hinnehmbar ist. Bevor die Kündigung ausgestellt wird, müssen die Interessen aller Beteiligten abgewägt werden. Dabei müssen folgende Kriterien eingehalten werden:

- Der Kündigungsgrund muss äußerst wichtig sein.
- Einhaltung der Kündigungsfrist.
- Alle Interessen müssen abgewägt werden.
- Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und im Original zugestellt werden.

Gesetzlich geschützte Personengruppen

Es gibt jedoch einige Personengruppen, die gewissermaßen vor einer fristlosen Kündigung geschützt sind. Diese dürfen nur in Ausnahmefällen mit einer Ausnahmeregelung der Behörden gekündigt werden. Hierzu gehören:

- Schwangere vom ersten Tag der Schwangerschaft bis zum Ende des gesetzlichen Mutterschutzes
- Mütter und Väter, die sich in der Elternzeit befinden
- Schwerstbehinderte
- Betriebsratsmitglieder

Für Väter mit Kindern bis zu einem Alter von drei Jahren gilt der Kündigungsschutz, sobald der Elternzeitantrag abgegeben wurde. Falls Sie also befürchten, dass eventuell eine fristlose Kündigung bevorstehen könnte, dann sollten Sie daher umgehend eine Elternzeit beantragen. In solchen Fällen wäre selbstverständlich auch eine Rechtsschutzversicherung sinnvoll, die Sie beim Durchsetzen Ihrer Rechte und Interessent unterstützt.

Was man bei einer Kündigungsschutzklage beachten sollte

Eine fristlose Kündigung ist für viele Berufstätige ein ziemlicher Schock, mit dem jeder auf seine persönliche Art und Weise umgeht. Dabei ist es äußerst wichtig, dass Sie sachlich bleiben und sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln wehren, wenn Sie der Meinung sind, dass Ihre Rechte verletzt wurden. Hierbei müssen Sie jedoch schnell handeln, denn es bleiben Ihnen lediglich drei Wochen Zeit, um Ihr Recht einzufordern. Nach dieser gesetzlichen Frist ist die Kündigung rechtswirksam, sodass Sie dann nichts mehr dagegen tun können. Nach dem Erhalt der schriftlichen Kündigung, haben Sie die Möglichkeit, eine Kündigungsklage beim zuständigen Arbeitsgericht zu erheben. Dafür müssen Sie sämtliche relevante Unterlagen einreichen. Danach prüft das Gericht, ob die Kündigung rechtmäßig ist. Experten zufolge lohnt sich der Gang zum Arbeitsgericht in vielen Fällen. Denn die Hürden für eine fristlose Kündigung sind so hoch, dass viele Kündigungen der Gerichtsprüfung nicht standhalten.