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Nach der Schule ohne Lehrstelle

Nürnberg. Wer keinen Ausbildungsplatz findet, kann über eine sogenannte Einstiegsqualifizierung (EQ) den Weg in eine Lehre suchen. Jugendliche sollten sich schon im Sommer darum kümmern, wenn absehbar ist, dass sie wahrscheinlich keine Lehrstelle bekommen. dpa/cm

Eine EQ ist ein betriebliches Praktikum für Schulabgänger, bei dem der Arbeitgeber von der Arbeitsagentur einen Zuschuss für Entgelt und Versicherung des Teilnehmers erhält. Sie sei für Jugendliche gedacht, die in der Bewerbungsphase bemerken, dass sie wohl keine Chance auf eine Ausbildungsstelle haben, erläutert Susanne Eikemeier von der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg.

Eikemeier rät dazu, in einem solchen Fall idealerweise spätestens im August bei der Arbeitsagentur oder beim Jobcenter in der Nähe einen Termin zu vereinbaren. "Die Kollegen fragen nach dem beruflichen Interesse und suchen dann passende Firmen, die keinen Azubi gefunden haben." Denen schlagen sie vor, dem Jugendlichen eine EQ anzubieten.

Eine EQ kann frühestens am 1. Oktober beginnen und dauert sechs bis maximal zwölf Monate. Die Teilnehmer sind praktisch im Betrieb tätig, besuchen die Berufsschule und erhalten eine Vergütung. Jugendliche bekommen auf diesem Wege die Chance, losgelöst von ihren Schulnoten mit Engagement und Leistung den Betrieb zu überzeugen.

Die Betriebe haben bis zu ein Jahr lang Zeit, um zu schauen, ob der EQ-Teilnehmer zu ihnen passt. Im besten Fall entwickelt sich dann aus einer Einstiegsqualifizierung ein Ausbildungsverhältnis.