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| 15:23 Uhr

EDV
Mindestanforderungen an EDV-Kenntnisse für den Beruf

Berlin. Computerkenntnisse gehören heute zum Allgemeinwissen, und selbst viele Rentner eignen sich den Umgang mit dem Internet und diversen Programmen an. Je nach Branche und Beruf wird von Beschäftigten ein mehr oder weniger umfangreiches IT-Wissen erwartet. Welche Computer-Skills setzen die meisten Arbeitgeber als selbstverständlich voraus?

Laut Statistischem Bundesamt gehören allgemeine IT-Kenntnisse für 35 Prozent der Unternehmen zu den Kernkompetenzen der Beschäftigten. Umso wichtiger ist es für den beruflichen Erfolg, jede Gelegenheit zu nutzen, seine Computerkenntnisse zu erweitern. Dafür kann man neben Weiterbildungsmaßnahmen durch den Arbeitgeber auch zahlreiche Onlinekurse sowie Kurse an Volkshochschulen nutzen.

EDV-Kenntnisse - was ist das?

EDV steht für "elektronische Datenverarbeitung". Der etwas veraltete Begriff EDV-Kenntnisse ist in der Regel gleichbedeutend mit IT- beziehungsweise PC-Kenntnissen. Diese umfassen ein sehr weites Feld an Wissen und Fähigkeiten im Umgang mit Hardware, PC-Programmen und Software, unter anderem:

Mindeststandards an IT-Kenntnissen

Allgemeine EDV-Kenntnisse umfassen Erfahrung mit den wichtigsten MS-Office-Programmen, also Word, Excel, PowerPoint und Outlook. Social-Media-Erfahrung sollten nur diejenigen in ihrem Lebenslauf angeben, die auch die entsprechenden Marketing-Tools kennen. Schließlich geht der professionelle Einsatz von Facebook, Instagram und Co. weit über die bloße Erstellung und das gelegentliche Updaten eines Accounts hinaus.

Textverarbeitung

Schreiben, formatieren, speichern, drucken: Kenntnisse in der Textverarbeitung sind in jedem Bürojob zwingend nötig. Das Erstellen von Formularen und Serienbriefen erfordert deutlich mehr Erfahrung als eine einfache Textformatierung durch Schriftgröße, Schriftart und Zeilenabstand. Gleiches gilt für anspruchsvollere Dokumente mit dynamischen Inhaltsverzeichnissen, Grafiken und Tabellen sowie für das Erstellen von Formatvorlagen und die Freigabe von Dokumenten zur gemeinsamen Bearbeitung im Team.

Tabellenkalkulation

Tabellenkalkulation ist eines der wichtigsten Hilfsmittel in der Büroarbeit. Für das Erstellen einer einfachen Tabelle sind keine Vorkennnisse nötig, wohl aber für den gezielten Einsatz der diversen Funktionen. Es lohnt sich, sich mit den Standardfunktionen der Tabellenkalkulation wie der WENN-Funktion in MS Excel vertraut zu machen. Mit ihr kann man festlegen, dass eine bestimmte Berechnung nur dann durchgeführt wird, wenn eine vorher definierte Bedingung erfüllt ist. So kann der Anwender auch komplexe Aufgabenstellungen einfach lösen.

Präsentationsprogramm

PowerPoint gehört zu den beliebtesten Büroanwendungen. Den Umgang mit diesem Präsentationsprogramm lernen die meisten heute bereits in der Schulzeit, spätestens aber im Studium, wenn Referate anstehen. Was kompliziert aussieht, ist nahezu intuitiv bedienbar, wenn man sich erst mit den vielfältigen Möglichkeiten des Programmes vertraut gemacht hat. Um ein einheitliches Design der Präsentation, ansprechende benutzerdefinierte Animationen und die Gestaltung von Diagrammen und Organigrammen kommen Büroangestellte beim Erstellen einer professionellen PowerPoint-Präsentation kaum mehr vorbei.

EDV-Kenntnisse im Lebenslauf

Bewerber sollten ihre Computerkenntnisse ehrlich und realistisch einschätzen und entsprechend angeben. Doch anders als bei Sprachkenntnissen gibt es für die Bewertung von Computerfertigkeiten keine eindeutigen Kompetenzstufen. Die Angaben in Stellenanzeigen können Bewerber deshalb durchaus verunsichern und außerdem von Firma zu Firma unterschiedliche Erfahrungsstufen meinen. Wer ein Programm lediglich rudimentär beherrscht, sollte also nicht von "guten Kenntnissen" sprechen. Schließlich können falsche Angaben im Lebenslauf Erwartungen wecken, die man in der Praxis nicht erfüllen kann.