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Kündigung geht nicht zwingend mit Abfindung einher

Heidelberg. Wer vom Arbeitgeber gekündigt wird, bekommt eine Abfindung, so lautet ein gängiges Vorurteil. Doch das stimme nicht, sagt Michael Eckert, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Heidelberg. dpa/cm

Eine Abfindung sei nur in wenigen Fällen üblich - zum einen, wenn der Betrieb im Rahmen einer größeren Umstrukturierung mehrere Mitarbeiter entlässt. Dann handele der Betriebsrat häufig einen Sozialplan aus - und in diesem Rahmen vereinbart er mit dem Arbeitgeber oft auch Abfindungen.

Daneben haben leitende Angestellte nach dem Kündigungsschutzgesetz Anspruch auf Abfindungen. Der Begriff wird dort aber eng gefasst. Darunter fallen nur Personen, die selbstständig Mitarbeiter einstellen und entlassen können.

Als Drittes gibt es die Möglichkeit, dass Arbeitnehmer eine Kündigung bekommen und dagegen vor Gericht vorgehen. Hier kommt es dann häufig vor Gericht zu einem Vergleich. Statt einer Entscheidung einigen sich Firma und Arbeitnehmer auf eine bestimmte Summe sowie die Wirksamkeit der Kündigung, und der Streit wird auf diese Art und Weise beigelegt.