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Krankengeld bemisst sich an nachweisbarem Einkommen

Schwarzlohnzahlung des Arbeitgebers wird nicht bei der Berechnung des Krankengeldes berücksichtigt.
Schwarzlohnzahlung des Arbeitgebers wird nicht bei der Berechnung des Krankengeldes berücksichtigt. FOTO: Butch/Fotolia
Düsseldorf. Grundsätzlich richtet sich die Höhe des Krankengelds nach dem beitragspflichtigen Einkommen. Das gilt unabhängig davon, ob Abgaben gezahlt werden oder nicht. dpa/cm

Wer also bei seinem Arbeitgeber schwarz etwas dazuverdient hat, muss dies nachweisen können. Ansonsten bemisst sich das Krankengeld ausschließlich an dem nachweisbaren Arbeitseinkommen. Die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) informiert über eine Entscheidung des Sozialgerichts Düsseldorf (Az.: S 27 KR 920/14).

In dem Fall beantragte der Geschäftsführer eines Restaurants Krankengeld, als er langfristig arbeitsunfähig war. Ihm wurde dann gekündigt. Im Rahmen eines Arbeitsgerichtsprozesses trug er vor, er habe einen Teil seines Lohnes schwarz erhalten. Neben den offiziellen 1800 Euro brutto habe er weitere 1000 Euro erhalten. Darauf musste er auch noch Steuern zahlen. Dementsprechend wollte er nun auch ein höheres Krankengeld erhalten.

Das Sozialgericht wies die Klage ab. Entscheidend für die Höhe des Krankengelds sei das vorhergehende Einkommen. Dabei komme es auch nicht darauf an, ob die Sozialversicherungsbeiträge tatsächlich gezahlt oder zurückbehalten worden seien. In diesem Fall habe der Mann jedoch die Schwarzlohnzahlung nicht sicher nachweisen können. Der ehemalige Arbeitgeber habe dies bestritten, und eine Betriebsprüfung der Deutschen Rentenversicherung sei ergebnislos verlaufen. Der Arbeitgeber selbst sei vom Vorwurf des Vorhaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt freigesprochen worden.