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| 11:04 Uhr

Grün, grün, grün sind alle meine Kleider – Farben von Berufsbekleidung und ihre Bedeutung

Die Damen und Herren der Chefetagen kleiden sich sehr sachlich und monoton - das lässt wenig Spielraum für modische Experimente. Foto: Diagentur
Die Damen und Herren der Chefetagen kleiden sich sehr sachlich und monoton - das lässt wenig Spielraum für modische Experimente. Foto: Diagentur
Berufsbekleidung besticht nicht nur durch Funktionalität und praxiserprobte Details, sondern auch durch erstaunliche Farbenvielfalt. Die Ausstattung der einzelnen Gewerke unterscheidet sich durch verschiedene, zum Teil typische Farben. Doch welche Bedeutung steckt jeweils dahinter?

Zwischen Tradition und Moderne

Viele der verwendeten Farben haben eine historisch gewachsene Bedeutung. Sie sind in zum Teil noch heute geltenden Zeichen und Symbolen der jeweiligen Zünfte verwurzelt und wurden von Generation zu Generation weitergegeben. Andere "typische" Farben basieren auf veränderten Arbeitsbedingungen, erhöhtem Arbeitsschutzbedürfnis oder neuen Erkenntnissen; viele Nuancen entsprechen dabei psychologisch begründeten oder kulturell gewachsenen Empfindungen.

Kleine Farbenlehre A - Z

BLAU steht für fachliche Kompetenz und erscheint in dieser Bedeutung sowohl im "Blaumann" vieler Handwerksberufe als auch in zahlreichen Uniformen.BRAUN als "milderes" Schwarz hat sich als Farbe der Tischler und Schreiner etabliert, nachdem sich die Berufszweige durch Spezialisierung vom Zimmerer abgespalten haben.GRAU als Mischfarbe zwischen schwarz und weiß symbolisiert den noch jungen Berufsstand zwischen Holz und Stein; es ist die Kleidung der Trockenbauer.GRÜN findet sich als Farbe der Natur in der Berufsbekleidung derer, die viel in diesem Umfeld zu tun haben (Gärtner, Landschaftspfleger, Waldarbeiter) oder sich dort besonders gut anpassen müssen (Jäger und Förster). Grüne OP-Kleidung verhindert das so genannte "Nachbild" des roten Blutes und hat unter starker Beleuchtung einen wesentlich geringeren Blendeffekt als Weiß.ORANGE ist als Warnfarbe Pflicht für alle Tätigkeiten im Straßenverkehr, zu denen neben Müllabfuhr und Baugewerbe auch Einsätze von Rettungskräften oder Fluglotsen gehören.ROT ist innerhalb der Berufsbekleidung eine noch "junge" Farbe; sie hat sich in modernen Berufen wie Elektriker und Küchenmonteur oder bei Angestellten der Erlebnisgastronomie durchgesetzt.SCHWARZ vermittelt ein Höchstmaß an Kompetenz, Seriosität und Sachlichkeit. Typische Träger sind Angestellte der Gastronomie- und Hotelbranche oder des Bestattungswesens sowie Sicherheits- und Wachschutzkräfte. Auch das Schwarz der Zimmerer- oder Schornsteinfegerkluft entspricht diesen Bedürfnissen: beide Berufe galten als ehrbar und vertrauenswürdig.WEISS kommt überall dort zur Anwendung, wo Sauberkeit oberstes Gebot ist: in Pflege-, Forschungs- und Heilberufen, bei medizinischem Personal und in der lebensmittelverarbeitenden Branche (Koch, Bäcker, Fleischer). Die helle Kleidung von Malern, Maurern und Stuckateuren belegt ihre ehemals gemeinsame Zugehörigkeit zur steinverarbeitenden Zunft.Für alle, die mehr über Arbeits- und Zunftkleidung erfahren möchten: hier geht´s zum Shop von engelbert strauss .