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| 16:12 Uhr

Digitalisierung in Unternehmen:
So bleiben Mitarbeiter auf dem neusten Stand

FOTO: shutterstock_1041718081
Im Fokus der Digitalisierung stehen in erster Linie die Technologien und Innovationen, die sie hervorbringt. Wie die letztendlichen Nutzer mit diesen rasanten Veränderungen umgehen, rückt oftmals in den Hintergrund.

Dabei entscheidet ihre Anpassungsfähigkeit darüber, inwieweit neue Techniken und Tools Unternehmen überhaupt einen Nutzen bringen können. Für Firmen ist es in diesem Zusammenhang äußerst wichtig, ihre Mitarbeiter bei grundlegenden Veränderungen mitzunehmen, damit sie auf dem neuesten Stand bleiben. Doch welche Hürden lauern mit Blick auf das Personal unter Umständen bei solch gravierenden Umstrukturierungsprozessen und wie machen Betriebe ihre Angestellten fit für die Digitalisierung?

Was ist mit Digitalisierung überhaupt gemeint?

Grob umschrieben handelt es sich um einen Wandlungsprozess, der alle Gesellschaftsbereiche umfasst. Im Speziellen beschreibt der Begriff die Umstellung von vormals analogen Geräten und Prozessen der Informationsverarbeitung und Kommunikation auf digitale Funktionsweisen. Damit gewinnen nicht nur Computer und mobile Endgeräte aller Art eine immer größere Bedeutung. Auch die intensivere Vernetzung von "Smart Objects" im Umfeld des "Internet of Things" (zu Deutsch: "Internet der Dinge") spielt momentan eine immer größere Rolle - speziell in Unternehmen.

Auf welche Herausforderungen trifft die Belegschaft?

Die Digitalisierung ist ein umfassender Umstrukturierungsprozess. Da ist es keine Überraschung, dass in diesem Zusammenhang vor allem für Angestellte in Unternehmen grundlegende Veränderungen einhergehen, die es zu meistern gilt:

  • Erhöhte Prozessgeschwindigkeit: Durch die Arbeit mit diversen Datenverarbeitungstools prasseln auf Arbeitnehmer heutzutage fast pausenlos Informationen ein. Im Beruf sind Multitasking sowie eine schnelle Auffassungsgabe mittlerweile unverzichtbar. Insgesamt laufen Arbeitsschritte durch die zunehmende Automatisierung immer schneller ab, wodurch Mitarbeitern viel Flexibilität und Agilität im Beruf abverlangt wird.
  • Lebenslanges Lernen: Die Digitalisierung ist ein dynamischer Prozess. Daraus ergibt sich, dass Softwares oder Anwendungen aus Effizienzgründen ständig durch neue Funktionen und Werkzeuge erweitert werden. Diese sollen den Mitarbeitern selbstverständlich in Fleisch und Blut übergehen. Dadurch müssen sie sich kontinuierlich neue Kenntnisse und Fähigkeiten antrainieren, um im Beruf nicht irgendwann auf der Strecke zu bleiben.
  • Erhöhtes Stresspotenzial: Per E-Mail oder in Chatprogrammen ständig erreichbar sein und sich zusätzlich mit andauernd wechselnden Arbeitsbedingungen auseinandersetzen - das verursacht schnell Stress. Besorgniserregend: seit Jahren stetig an. Eine Rolle könnte hier auch die Zusatzbelastung, ausgelöst durch die Digitalisierung, spielen.

Nicht jeder ist ein digital native

Diese tiefgreifenden Veränderungen stellen insbesondere ältere Mitarbeiter vor Herausforderungen. Schließlich haben diese gegenüber ihren jüngeren Kollegen vor allen Dingen mit einem Nachteil zu kämpfen: Ihre Generation ist oftmals nicht mit digitalen Strukturen oder Geräten wie Computern oder Smartphones aufgewachsen. Daher sind sie im Rahmen der Digitalisierung dazu gezwungen, mehr dazulernen, um im Beruf fit zu bleiben. Dem gegenüber steht jedoch ein großer Schatz an unternehmensinternem Wissen und Fachkenntnissen. Um die vielen Vorteile der Digitalisierung (neue Einnahmequellen, Effizienzsteigerung, Gewinnoptimierung etc.) für sich zu nutzen, müssen Unternehmen möglichst alle Mitarbeiter für Veränderungsprozesse begeistern und gleichzeitig den unterschiedlichen Kenntnisstand zwischen den Generationen berücksichtigen.

So werden Mitarbeiter fit für neue Arbeitsabläufe gemacht

Dreh und Angelpunkt einer erfolgreichen digitalen Transformation sind daher vor allem die Angestellten. Sie müssen bei jeglichen Veränderungen unbedingt in Kenntnis gesetzt und mit ins Boot geholt werden. Das gelingt Firmen unter anderem durch folgende Grundsätze und Maßnahmen:

· Klare Kommunikation: Ungefragt vor vollendete Tatsachen gesetzt zu werden, gefällt vermutlich niemandem. Ähnlich verhält es sich da bei Umstrukturierungsmaßnahmen. Um die Belegschaft für Veränderungen zu gewinnen, sollten geplante Maßnahmen im Vorfeld ausführlich kommuniziert werden (z. B. per Rundmail, im Intranet oder in speziellen Betriebsversammlungen). Widerstand hält sich so in Grenzen und Angestellte haben die Möglichkeit, im Rahmen des betriebsinternen Diskurses ihre Ängste und Sorgen zum Ausdruck zu bringen.

· Schulungen durchführen: Ein Meister fällt nicht einfach vom Himmel. Das trifft auch auf die Digitalisierung zu. Um Mitarbeiter schnell fit im Umgang mit neuen Technologien zu machen, führt sowohl für Großkonzerne als auch KMU kein Weg an gut konzipierten Schulungen vorbei - insbesondere bei umfassenden Neuerungen wie einem ERP-System. Hierbei ist es wichtig, die neuen Programme im Sinne von Learning by Doing tatsächlich einzusetzen.

· Führungskräfte geben Rückhalt: Auch Teamleiter müssen neue Kenntnisse erwerben, z. B. in Sachen digitale Führung oder Führung von virtuellen Teams. Schließlich sind sie im Lauf des Transformationsprozesses die wichtigsten Ansprechpartner für ihre Kollegen. Schließlich spielt der Wissenstransfer eine wichtige Rolle, um neues Know-how in der Firma zu verbreiten.

Zugänglichkeit signalisieren

Zusammengefasst bringt die Digitalisierung für Unternehmen viele Chancen aber zeitgleich einige Herausforderungen mit sich. Eine wichtige Baustelle: Die Integration und Motivation der Belegschaft für Veränderungsprozesse. Hier führt kein Weg an Weiterbildungen vorbei. Zudem muss die Unternehmensführung ein offenes Ohr für mögliche Bedenken der Mitarbeiter haben und den internen Diskurs am Laufen halten. Zudem ist die Personalabteilung als Digitalisierungsvermittler gefordert.