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| 09:41 Uhr

Digitalisierung
Digitalisierung in Unternehmen: Personalabteilungen sind gefordert

FOTO: Flickr Denkraum Forum Bildung Digitalisierung CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
Deutsche Unternehmen müssen ihre Prozesse digitalisieren, um agil und international konkurrenzfähig zu bleiben und um Angestellten flexibles Arbeiten zu ermöglichen.

Die digitale Transformation betrifft zahlreiche Bereiche, unter anderem das Auftragsmanagement, Fort- und Weiterbildungen, die Arbeitszeiterfassung, Home-Office und den Einsatz neuer Software. Eine Hauptaufgabe bei dieser Umwandlung kommt den Personalabteilungen zu; sie müssen die Mitarbeiter in die Veränderungen einbeziehen und auf ihre Bedürfnisse eingehen.

54 von 100 möglichen Punkten - diesen Grad der Digitalisierung erreichen die deutsche Industrie und die Dienstleistungsbranche bisher. Im internationalen Vergleich bewegt sich die deutsche Wirtschaft damit im Mittelfeld, so die Ergebnisse einer Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen stellt die digitale Transformation noch vor erhebliche Herausforderungen.

Doch es gibt auch einen Lichtblick: Laut einer Untersuchung der Fachhochschule Köln und des Beratungsunternehmens Mind Digital gilt inzwischen immerhin jedes vierte mittelständische Unternehmen hierzulande als "Digital Leader".

Studie: HR muss den digitalen Transformationsprozess unterstützen

Die Erfolge der Digital Leaders bei der digitalen Transformation stimmen zuversichtlich, sollten aber noch stärker auf andere Unternehmen abfärben und diese ermutigen, sich den Herausforderungen zu stellen. Denn bislang sagen nur 15 Prozent der Entscheider, dass ihr Unternehmen auf die Veränderungen vorbereitet sei - zu diesem Ergebnis kommt die englischsprachige Studie Mercer Global Talent Trends 2018. Die Notwendigkeit zur Digitalisierung haben deutsche Unternehmen immerhin erkannt: 96 Prozent von ihnen planen, ihre Organisation neu zu gestalten. In den Fokus des Transformationsprozesses rücken die Personalabteilungen der Firmen. Ihre Aufgabe ist es, Mitarbeiter umzuschulen und ihnen das notwendige Know-how zu vermitteln, beispielsweise über Webinare oder Weiterbildungen. Und die Personaler sind gut aufgestellt: Laut der Mercer-Studie sind 59 Prozent der Personalverantwortlichen zuversichtlich, die Mitarbeiter angemessen auf die neue Arbeitssituation vorbereiten zu können.

Der Personalbereich ist selbst ein gutes Beispiel dafür, wie sich die Digitalisierung vorteilhaft auswirkt. Mit spezieller HR-Software wie Personio lassen sich personenbezogene Daten von Mitarbeitern und Bewerbern verwalten, speichern und auswerten. Viele Standardprozesse wie die Gehaltsabrechnung, Arbeitszeiterfassung oder die Urlaubsanträge vereinfacht eine solche Anwendung. Weiterer Vorteil: Mitarbeiter können beispielsweise ihre Arbeits- und Fehlzeiten eigenständig erfassen und ihren Resturlaub planen.

Der Mercer-Studie zufolge empfinden rund 53 Prozent der Angestellten solche und ähnliche Software-Lösungen als Erleichterung ihres Arbeitsalltags, allerdings stehen derartige Tools erst rund 38 Prozent aller Angestellten in Deutschland zur Verfügung. Der Abstand zwischen der mittlerweile digitalisierten Alltagswelt der Mitarbeiter und ihrem Arbeitsumfeld wird sich aber zunehmend verringern, so die Prognose der Forscher.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transformation

Damit die digitale Transformation in einem Unternehmen gelingt, müssen sowohl die Personalverantwortlichen als auch die Belegschaft Neuem gegenüber offen sein. Sebastian Karwautz, Leiter Career Central & Eastern Europe bei Mercer, gibt jedoch zu bedenken, dass es nicht ausreiche, dass Unternehmen einfach nur diverse digitale Technologien einführen. Vielmehr sei es die gelungene Kombination aus fortschrittlicher Technologie und menschlichen Fähigkeiten, die ein Unternehmen voranbringe.

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