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Arbeitgeber muss Kosten für Bildschirmbrille übernehmen

Bescheinigt der Betriebsarzt die Notwendigkeit einer Computerbrille, trägt das Unternehmen die Kosten dafür.
Bescheinigt der Betriebsarzt die Notwendigkeit einer Computerbrille, trägt das Unternehmen die Kosten dafür. FOTO: ddp
Dortmund. Wer im Job regelmäßig am Computer arbeitet und dafür eine spezielle Bildschirmbrille braucht, muss sie nicht selbst bezahlen. Die Kosten dafür übernimmt der Arbeitgeber. dpa/cm

Darauf weist Jörg Feldmann von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hin. Das ergebe sich aus Paragraf drei des Arbeitsschutzgesetzes. Eine Bildschirmbrille ist auf die besonderen Anforderungen bei der Arbeit am Computer abgestimmt.

Bei Fragen zum detaillierten Vorgehen wenden Arbeitnehmer sich am besten an den Betriebsarzt. Er muss bescheinigen, dass eine Brille für die Arbeit zwingend erforderlich ist. Mitarbeiter haben dabei aber keinen Anspruch auf besondere Brillengestelle oder Gläser und müssen sich mit der einfachsten Variante zufriedengeben. Außerdem gehört die Brille dann dem Arbeitgeber, und theoretisch kann er verlangen, dass sie am Arbeitsplatz bleibt.

Der Arbeitgeber sei aber nicht dazu verpflichtet, jedem, der kurzsichtig ist und am Computer arbeitet, eine Brille zu bezahlen, sagt Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeitsrecht aus Köln. Manchmal bekommen Mitarbeiter aber einen Zuschuss. Es lohnt sich deshalb durchaus zu fragen, wie in der Firma die Regelungen sind.