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| 12:04 Uhr

Beruf
Arbeiten im Home-Office: So geht's richtig

FOTO: Getty Images/iStockphoto / gpointstudio
Das Thema Home-Office wird seit Jahren heiß diskutiert. Nach langer Ablehnung vor allem seitens der Chefs, die auf die klassische Präsenzkultur setzen, wandelt sich die Lage langsam und immer mehr Arbeitnehmer können sich den Traum von der Arbeit zuhause erfüllen.

Damit das Konzept aufgeht, müssen jedoch einige Dinge beachtet werden.

Die richtige Ausstattung für das Home-Office beachten

Der produktivitätsverhindernde Kardinalfehler bei der Arbeit von zuhause ist meist die fehlende Einrichtung. Für ein Home sollte die gleiche Büroorganisation gelten wie im Unternehmen. Das heißt: Ein richtiger Schreibtisch mit ergonomischem Schreibtischstuhl, der den Körper bei langem Sitzen entlastet, feste Arbeitszeiten und eine störungsfreie Arbeitsumgebung. Wer meint, er könnte auf einem Holzstuhl am Küchentisch stundenlang konzentriert arbeiten, während die Kinder immer wieder hereinplatzen oder die Nachbarin auf einen Plausch vorbeischaut, wird schnell feststellen, dass am Ende des Tages kaum sinnvolle Arbeit erledigt wurde.

Idealerweise wird ein eigenes Arbeitszimmer eingerichtet: Hier finden neben dem Schreibtisch auch Regale für Fachliteratur und Aktenordner Platz, sowie die Peripheriegeräte des Laptops wie der Drucker. Ein kleiner Schrank ist praktisch, um Arbeitsmaterialien wie Schreibwaren, Papier und Druckertinte auf Vorrat zu verstauen. Wandbilder und Grünpflanzen verleihen dem Zimmer eine angenehme Atmosphäre, doch Dinge wie ein Fernseher haben im Arbeitszimmer nichts verloren. Zu groß ist die Gefahr, dass die Arbeit liegen bleibt, weil gerade eine so spannende Doku läuft oder Sport live übertragen wird.

Freunden und Familie Grenzen setzen

Viele Menschen wünschen sich die Arbeit im Home-Office, um mehr Zeit für die Kinder zu haben. Allerdings ist dies nur dann sinnvoll, wenn die Kinder bereits älter sind und verstehen, dass Mama beziehungsweise Papa über längere Zeit ungestört arbeiten müssen, während sie Hausaufgaben machen oder alleine spielen. Platzt das Kind jede halbe Stunde ins Zimmer, ist an Arbeiten nicht zu denken. Auch Freunde glauben oft, dass die Anwesenheit zuhause ein Freibrief für spontane Besuche oder lange Anrufe sei. Ihnen muss deutlich gemacht werden, dass die Arbeitszeit auch zuhause tabu ist. Ab 17 oder 18 Uhr dürfen sie dann gerne anrufen.

Viele wollen, nur wenige dürfen

Die Statistiken sprechen eine klare Sprache: Zwar gaben bei einer Umfrage 2017 rund 43% der befragten Unternehmen an, dass sie einen Anstieg der Home-Office-Mitarbeiter erwarten, doch eine weitere Umfrage ergab ein Jahr später, dass nur 16% der Arbeitnehmer dies auch wirklich tun. Vom niederländischen Rechtsanspruch auf die Arbeit im Home-Office ist Deutschland damit noch sehr weit entfernt. In den Niederlanden ist dies bereits Realität.