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| 11:15 Uhr

Neue Heizungsanlage
Wie teuer ist eine neue Heizung?

Berlin. Beim Kauf einer neuen Heizung sind viele Aspekte zu berücksichtigen. Denn nicht nur die Anlage selbst kostet. Auch der Betrieb ist ein Kostenfaktor. Dabei spielt neben dem Verbrauch die Art des Energieträgers eine ausschlaggebende Rolle.

Quietscht oder knarrt der alte Heizkessel im Keller, ist es häufig an der Zeit, sich über eine neue Heizung Gedanken zu machen. Denn nicht selten häufen sich die Reparaturen oder verbrauchen die alten Anlagen viel mehr Energie als nötig. Für den Kauf einer neuen Anlage ist jedoch entscheidend wie viel eine Heizung überhaupt kostet.

Hierbei ist neben der Anschaffung selbst auch die Betriebszeit zu berücksichtigen. Denn so manche günstige Heizung entpuppt sich über einen längeren Zeitraum als teurer Spaß. Das wohl bekannteste Beispiel in diesem Zusammenhang ist die Elektroheizung. Die Kosten für ihre installation sind zwar überschaubar, aber aufgrund der hohen Strompreise kann sie sich finanziell zu einem Problem entwickeln. Vor allem wenn das gesamte Haus mit Strom beheizt wird - und das über einen längeren Zeitraum.

Grundsätzlich setzen sich die Kosten für eine neue Heizungsanlage aus mehreren Faktoren zusammen: Kessel, Heizungsrohre, Dämmung, Heizkörper, Tank oder Lagerraum, Anschlüsse und die Installation durch den Fachmann.

Aktuell kostet eine Ölheizung etwa zwischen 6.500 und 9.000 Euro. Eine Gasheizung schlägt hingegen mit 5.000 bis 8.500 Euro zu Buche. Hier sollten Interessenten jedoch noch mögliche Kosten für einen Gasanschluss oder einen Öltank bedenken. Sie liegen bei rund 2.000 bis 4.000 Euro.

Das Heizen mit Holz erweist sich als etwas teurer. Ein sogenannter Holzvergaserkessel kann zwischen 7.000 und 10.000 Euro kosten, eine moderne Pelletheizung bereits zwischen 15.000 und 20.000 Euro. Vor allem die aufwendige Lager- und Transporttechnik ist dabei kostenintensiv.

Daneben gibt es mittlerweile auch alternative Wege des Heizens: Wärmepumpen und Brennstoffzellen. Die erstgenannten nutzen die Energie aus der Umwelt wie Luft, Wasser und Erde. Die Anschaffungskosten einer Luft-Wärmepumpe liegt bei etwa 8.000 bis 12.000 Euro. Die Erd- und Wasser-Wärmepumpen sind hingegen etwas teurer - 12.000 bis 20.000 Euro.

Eine Elektroheizung ist die günstigste Heizvariante. Diese Modelle sind bereits für wenige Hundert Euro zu haben. Hierbei ist jedoch zu bedenken, dass sie immer nur dort für Wärme sorgt, wo sie aufgestellt wurde.

Die Anschaffungskosten können unter Umständen reduziert werden, z.B. mit Fördermitteln. Dabei ist neben der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) der richtige Ansprechpartner. Das BAFA unterstützt vor allem Systeme mit erneuerbaren Energien wie Solarthermieanlagen, Wärmepumpen oder Holzheizungen.

Neben dem eigentlichen Kaufpreis des Kessels und der übrigen Anlage sind noch weitere Kostenfaktoren zu berücksichtigen: die Betriebskosten. Diese beinhalten jedoch nicht nur den Verbrauch, sondern auch die Energiepreise sowie die Wartung und mögliche Reparaturen inklusive entsprechender Ersatzteile.

Bei den sogenannten fossilen Energieträgern wie Erdgas oder Erdöl ist zu berücksichtigen, dass deren Preisentwicklung großen Schwankungen unterliegt. Dahingegen bleibt der Pelletpreis über das Jahr gesehen eher stabil. Dies ist bei den Kosten für eine neue Heizung und bei der Entscheidung mit einzubeziehen.

Aktuell liegt der Preis für Gas bei 5,91 Cent (ct) je Kilowattstunde (kWh), für Heizöl bei 6,58 ct/kWh und für die kleinen Holzpresslinge - Pellets - bei 4,76 ct/kWh (Stand: Juni 2018). Der Strompreis übertrifft die genannten anderen Preise um ein Vielfaches. Aktuell liegen die Kosten für eine Kilowattstunde bei fast 30 Cent (29,42 ct/kWh).

Eine Wärmepumpe nutzt zwar häufig auch Strom, um mit der Umweltenergie Wärme für das Haus bereitzustellen. Jedoch macht dies in der Regel nur einen kleinen Anteil aus. Darüber hinaus bieten einige Energieversorger auch einen speziellen Stromtarif für Wärmepumpen an.