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Wie schütze ich mein Gebäude vor Einbrüchen und lohnt sich das überhaupt?

Die warmen Monate nahen und wir freuen uns alle seit langem darauf. Doch viele gekippte Fenster, offene Balkon- und Terrassentüren und unverschlossene Kellereingänge locken Einbrecher an.

Das Jahr 2014 brachte laut Angaben von WISO , der bekannten Sendung im ZDF, eine deutliche Steigerung von Einbruchsfällen. Knapp 150.000 Einbruchsfälle mit dem Gesamtschaden von etwa einer halben Milliarde Euro wurden letztes Jahr registriert. Die nahenden Urlaubsmonate, in denen viele Menschen sich wochenlang außer Haus befinden, lässt viele umdenken. Sie wollen ihr Objekt einbruchsicher machen. Doch wie lässt sich das bewerkstelligen und lohnt sich das auch wirklich?

Herkömmliche Methoden für verschiedene Objekte

Ob es sich wirklich lohnt, den Einbruchschutz eines Gebäudes nachzurüsten, sollte man nach einer Überprüfung herkömmlicher Sicherungsmethoden und nach grundsätzlichen Erwägungen entscheiden. Es ist für alleinstehende, ältere Personen wichtig, sich in den eigenen vier Wänden sicher zu fühlen. Auch Menschen, die in der Wohnung Bargeld oder Wertobjekte aufbewahren, beispielsweise Schmuck, Gemälde oder Designstücke, denken häufig darüber nach.
Doch nicht nur Privatleute, die etwa zumeist leerstehende Ferienhäuser sichern wollen, sondern auch Firmen aller Art wollen ihre Praxen, Lagerhäuser oder stationären Ladengeschäfte schützen, etwa in abgelegenen Industriegebieten. Grundsätzlich ist es sinnvoll, Schlösser, Rahmen und Griffe von Türen und Fenstern gewissenhaft zu überprüfen. Wer schadhafte Teile findet, kann diese unverzüglich und relativ günstig auswechseln. In Mietshäusern sind auch mehrfache Schlösser, Beschläge mit Pilzkopfverriegelung und Ketten vor der Türe probate und hilfreiche Mittel.
Besonders in leicht zugänglichen Erdgeschossräumlichkeiten ist es wichtig, alles sicher zu gestalten. Weiterhin bietet die Hausautomation (Smart Home) die Möglichkeit, durch unregelmäßige Jalousiebewegungen, Aktivierung der Innen- oder Außenbeleuchtung oder Bewegungsmelder einen abschreckenden Effekt zu erreichen. Ansonsten sind Hunde immer noch ein beliebtes Mittel, um ein Objekt zu schützen.

Moderner Einbruchschutz

Heutzutage gibt es viele überdurchschnittlich effiziente Möglichkeiten, ein Gebäude entweder mit einer Außenhautüberwachung oder einer Fallenüberwachung zu schützen. Spezialisierte Anbieter von Sicherheitstechnik wie Lupus-Electronics.de eröffnen dafür zahlreiche Möglichkeiten. Bei der Außenhautüberwachung können beispielsweise mehrere Kameras, die mit einer Zentrale verbunden sind, per Infrarottechnik, beziehungsweise Wärmesensoren, einen größeren Außenbereich (etwa Gärten, Zugangswege, Parkplätze) überwachen. Wer sich außerhalb des Objekts, beispielsweise auf Reisen, befindet, kann per Smartphone, Tablet oder Laptop auf die gesammelten Daten zugreifen.


Dies ist möglich, da die Zentrale des Sicherheitssystems mit dem Internet verbunden ist. Auf Festplattenrekordern werden Einzelbilder, Videostreams und andere Informationen aufgenommen. Mit der auf die Software der entsprechenden Alarmanlage zugeschnittenen App können die Nutzer auf diese gesammelten Daten im Prinzip jederzeit - bei einer bestehenden Internetverbindung - zugreifen. Dies gilt auch für die Fallenüberwachung, welche in Innenbereichen verschiedener Objekte angewendet wird. Dabei filmt eine Kamera beispielsweise einen bestimmten Bereich vor einem Tresor oder vor einem geschützten Zugang.

Sensoren und Alarmtypen

Zudem kann die Überwachung durch ebenfalls ins System integrierte Sensoren den oder die Hausverantwortlichen auch über

Rauchentwicklung,Wassereinbruch,Erschütterungen oderTemperaturveränderungen benachrichtigen. Diese Sensoren können in der Regel einfach dazu geschaltet werden. Die verschiedenen Komponenten des Systems sind über Funktechnik verbunden. So ist es relativ einfach, Räumlichkeiten einbruchsicher nachzurüsten, da keine Wände aufgebohrt, Kabel verlegt oder andere Veränderungen an der Bausubstanz vorgenommen werden müssen.


Es bleibt den Usern bei modernen Alarmsystemen in der Regel selbst überlassen, wie sie von der Aktivierung eines Alarms benachrichtigt werden wollen. Dies ist etwa per Ton, SMS oder Mail auf dem Smartphone möglich. Ein akustischer Alarm am Objekt, etwa mit einer Sirene, lohnt sich nur in belebter Umgebung, da ansonsten weder die Polizei gerufen wird noch (bei Abwesenheit) ein Abschreckungseffekt erzielt wird. Bei einem stillen Alarm wird unbemerkt vom Eindringling eine dritte Partei, beispielsweise die zuständige Polizeidienststelle oder ein Wachdienst, benachrichtigt. Ein optischer Alarm kann mit einem blinkenden Signal, beispielsweise im Schlafzimmer einer Villa oder dem Überwachungsbüro eines großen, leerstehenden Kaufhauses, den Einbruch in einem Außenbereich melden.