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| 10:09 Uhr

Hohe Preise
Stromanbieter wechseln – mit diesen Tipps gelingt es

Tipps zum Stromanbieterwechsel
Tipps zum Stromanbieterwechsel FOTO: Andreas Gucklhor / unsplash.com
Nach Dänemark zahlen die Menschen in Deutschland im europäischen Vergleich am meisten für ihren Strom. An den hohen Preisen können Verbraucher zwar nichts ändern, ihren Stromanbieter wechseln können sie aber sehr wohl.

Via Online-Vergleichsportalen unter Eingabe der Postleitzahl, der Zählernummer, des Zählerstands sowie des Stromverbrauchs in kWh finden Nutzer einen günstigeren Anbieter als ihren aktuellen. Oftmals ist dies noch der Grundversorger, der vergleichsweise hohe Preise verlangt. Dabei ist der Wechsel gar nicht schwer: Der neue Stromanbieter übernimmt die Kündigung und zu einer Lieferunterbrechung kommt es auch nie. Für einen rundum gelungenen Wechsel sollten Verbraucher aber noch einige Tipps beachten.

Kündigungsfristen berücksichtigen

Dass die Strompreise auch 2018 steigen werden, bezweifelt kaum jemand. Umso dringender wird so mancher den Stromanbieterwechsel vorantreiben wollen. Doch Achtung: An der Kündigungsfrist und der Laufzeit des aktuellen Vertrags sind schon viele gescheitert. Wer noch ein halbes Jahr an seinen momentanen Anbieter gebunden ist, sollte einige Monate später nochmals vergleichen. Vielleicht gibt es noch attraktivere Angebote. Beim neuen Anbieter ist die Kündigungsfrist ebenfalls von Belang. Idealerweise liegt sie zwischen vier bis sechs Wochen. So können Verbraucher schnell auf neue Offerten am Markt reagieren. Bei Preiserhöhungen gilt generell ein Sonderkündigungsrecht.

Vertragslaufzeit nicht zu lang wählen

So attraktiv die Konditionen des neuen Anbieters aktuell auch erscheinen mögen: Zu lange binden sollten sich Verbraucher nicht an ihn. Dazu ist der Markt zu dynamisch. Experten empfehlen, die Vertragslaufzeit nicht länger als ein Jahr zu wählen. Für die meisten Boni ist eine 12-monatige Laufzeit sogar Voraussetzung. Es gibt aber auch Angebote mit 2-jähriger Verweildauer, von denen Verbraucher allerdings Abstand halten sollten. Mögliche Verlängerungen des Vertrags haben meist jene Länge der ersten Vertragslaufzeit: Wer sich also zweijährig bindet, bleibt gegebenenfalls zwei weitere Jahre beim Stromversorger. Während dieser Zeit könnten günstige Tarife anderer Anbieter und damit enorme Einsparungen nicht wahrgenommen werden, wodurch Verbraucher zur Überbrückung finanzieller Engpässe möglicherweise kostenlos Kredite online vergleichen müssen.

Durch Boni Geld sparen

Nahezu jeder Stromanbieter lockt neue Kunden mit Boni. Häufig sorgen erst diese Rabatte dafür, dass ein Tarif günstiger als der aktuelle wird. So kann beispielsweise der neue Stromversorger einen höheren Preis für die Kilowattstunde verlangen, durch einen attraktiven Bonus insgesamt aber eine Ersparnis für den Verbraucher bringen. Diese Sofort- und Neukundenboni gelten meistens aber nur für das erste Vertragsjahr, wodurch das zweite finanziellen Verlust einbringen würde. Es empfiehlt sich daher, jährlich den Stromanbieter zu wechseln, um regelmäßig Boni zu kassieren. Dies ist für Verbraucher eine Alternative bis zur Umsetzung der Forderung, höheren Strompreisen mit geringeren Steuern entgegenzuwirken.

Vertrag ohne Vorauskasse, aber mit Strompreisgarantie

Experten raten eindringlich davon ab, einen Tarif mit Vorauskasse zu wählen. Geht der Stromanbieter Pleite, ist das bereits gezahlte Geld weg. Die monatliche Bezahlung ist deshalb die weitaus bessere Lösung. Auch Kautionen sollten nicht hinterlegt werden. Während die Stromkonzerne in der Energiepolitik Bewegung fordern, ist fehlende Dynamik beim Strompreis im Vertrag ausnahmsweise wünschenswert. Das heißt, dass im Vertrag eine Strompreisgarantie verankert sein sollte. Fehlt diese, dürfen Verbraucher mit einer Erhöhung des Strompreises noch im ersten Vertragsjahr rechnen. Wer dieser bösen Überraschung aus dem Weg gehen will, der achtet auf den Zusatz "Strompreisgarantie". Doch keine Sorge: Gerade weil er so wichtig ist, weisen Vergleichsportale deutlich darauf hin.