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| 10:56 Uhr

Spar-Tipps
Strom sparen: Standby-Verbraucher finden und smart schalten!

FOTO: Pixabay / ColiN00B
Einige Geräte verbrauchen zuhause mehr Strom als man so denkt - denn selbst wenn man im Urlaub ist, dreht sich der eigene Stromzähler weiter.

Für viele praktische Standby-Funktionen bei Fernseher, Stereoanlage oder PC zahlt ein Haushalt im Durchschnitt knapp 100 Euro im Jahr. Gerade zur Urlaubszeit lohnt es sich daher, diese Geräte komplett vom Strom zu trennen - zumindest, bis man wieder da ist, denn durch das Ausschalten der im Urlaub gar nicht genutzten Geräte lassen sich schon ein paar Euro für den nächsten Urlaubs beiseite legen.

Die Unterhaltungselektronik ist dabei aber gar nicht der einzige oft übersehene Stromfresser im Haushalt: Auch Kaffeemaschine, Wasserkocher und Toaster verbrauchen Strom, selbst wenn sie gar nicht genutzt werden und nur in die Steckdose eingesteckt sind. Um diese oft unentdeckten Stromkosten zu protokollieren, helfen spezielle Strom-Messgeräte, die man für wenig Geld im Baumarkt bekommt. Wer den verbrauchten Strom nicht nur anzeigen, sondern direkt damit sparen möchte, kann mit smarten Geräten wie der Fritz!Dect Funksteckdose beides: Zusammen mit einem Fritz!Box Router lässt sich damit nicht nur der von dem an die Steckdose angeschlossenen Gerät verbrauchte Strom ablesen, sondern die Steckdose auch per App oder PC ein- und ausschalten. Das funktioniert sogar, wenn man gar nicht zuhause ist und am Strand prüfen möchte, ob die Kaffeemaschine tatsächlich ausgeschaltet war. So muss man nicht immer die Geräte hervorziehen und den Stecker einstecken, sondern kann sie ganz einfach "smart" schalten.

Andere Funk-Steckdosen kommen mit einer Fernbedienung und brauchen nicht zwingend die Fritz!Box als Router, neuere Modelle lassen sich per WLAN auch von Amazons digitaler Assistentin Alexa, dem Google Assistant oder Apples Siri auf dem iPhone, iPad oder der Apple Watch per Sprache steuern: Mit einem Befehl wie "Hey Google, schalte die Kaffeemaschine an" oder "Alexa, schalte den Toaster ein!" lassen sich die Geräte durch eine smarte Funksteckdose noch bequemer steuern. Zwar benötigen die Funksteckdosen selbst wenige Milliwatt an Strom und auch die smarten Assistenten verbrauchen Strom, das ist aber im Vergleich sehr gering - bei einem längeren Urlaub kann man sie aber natürlich trotzdem besser ausstecken: Dann muss man auch keinen überraschenden Polizei-Einsatz fürchten, weil der intelligente Lautsprecher plötzlich zu laute Musik gespielt hat.

Den meisten Strom sparen kann man aber mit den großen Haushaltsgeräte, die sonst immer an sind: Wer vor dem Urlaub die Vorräte aus Kühlschrank und Tiefkühlfach aufgebraucht hat, kann beide ebenfalls für die Zeit des Urlaubs abschalten. Damit spart man nämlich direkt doppelt: Durch das Abschalten verbraucht der Kühlschrank keinen Strom während niemand zu Hause ist und arbeitet später dank des Abtauens wieder effektiver. Mit dem Abtauen sollte man aber mindestens einen Tag vor dem Urlaub beginnen, da das tauende Eis sonst für eine kleine Überschwemmung in der Küche sorgen kann.

Langfristig spart man aber vor allem mit neuen Geräten: Den Anschaffungspreis von Kühlschrank, Gefriertruhe, Wasch- oder Spülmaschine hat man nach wenigen Jahren durch den deutlich niedrigeren Stromverbrauch wieder eingespart - gerade dann, wenn die aktuellen Geräte schon älter als zehn Jahre sind. Durch die mittlerweile vorgeschriebenen Energielabels sieht man beim Kauf direkt, wie viel Strom das neue Gerät verbraucht: So kann man die Kosten direkt vergleichen. Schneller amortisiert haben sich neue LED Leuchten: Diese sind längst nicht mehr so teuer wie noch vor zehn Jahren und stehen den bisherigen Glühbirnen von der Farbtemperatur in nichts mehr nach. Dafür verbrauchen Sie aber deutlich weniger Strom bei gleicher Lichtleistung und haben so den Preis schnell wieder eingespart. Smarte LED Leuchten haben noch einen weiteren Vorteil: Sie sind nicht nur sparsam, sondern lassen sich auch per App dimmen und ein- oder ausschalten. Das hilft auch, wenn man am Strand nicht mehr sicher ist, ob man das Licht wirklich überall ausgeschaltet hat: Ist eine Lampe vergessen worden, lässt sie sich mit dem Smartphone auch vom Strand noch steuern - oder abends einschalten, damit die Wohnung oder das Haus bewohnter wirken.

Oft übersehen wird aber der Stromverbrauch von Laptops, PCs oder der Spielekonsole: Diese Geräte werden in der Regel gar nicht mehr komplett ausgeschaltet, sondern befinden sich ebenfalls oft in einem Standby-Modus. Auch hier spart man Strom mit dem Ziehen des Netzsteckers oder dem Ausschalten mit einer steuerbaren Steckdose. Bei Notebooks ist es ratsam, nicht nur einfach den Bildschirm zuzuklappen, sondern das Gerät bei längerer Nichtbenutzung richtig auszuschalten. Dabei muss man aber darauf achten, dass die Geräte vorher unbedingt komplett herunterfahren werden, da sonst durch das plötzlich Ausschalten Daten verloren gehen könnten. Andere Hardware, die man während des Urlaubs nicht benötigt sind spezielle NAS-Festplatten und Cloudspeicher im eigenen Netzwerk, der WLAN-Repeater, Power-LAN-Adapter und auch der Router. Der sollte allerdings dann eingesteckt bleiben, wenn man Smart-Home-Geräte auch von unterwegs steuern möchte, damit das Wohnzimmer abends so aussieht, als sei doch noch jemand da.

FOTO: Pixabay / Devanath