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| 09:27 Uhr

Strom
Ökostrom oder Normalstrom – wo liegen die Unterschiede?

FOTO: Pixabay / Jonny Lindner
Ohne Strom geht in der heutigen Zeit praktisch nichts mehr! Das papierlose Büro ist dabei ebenso auf Strom angewiesen wie unser Smart Home oder unser Smartphone, ohne das ein Leben ebenfalls kaum noch vorstellbar ist.

Doch Fakt ist auch, dass Strom immer teurer zu werden scheint und man bei der Fülle an Anbietern und unterschiedlichen Strom-Arten schnell den Überblick verlieren kann. Und dann ist da auch noch das Thema Umwelt und Ökostrom, wo es früher doch eigentlich nur einen Strom gab. Wir erläutern die maßgeblichen Unterschiede von Normal- und Ökostrom.

Was ist an Ökostrom anders?

Ganz ehrlich? Eigentlich nichts! Zumindest nicht, wenn man den Strom an sich, also seine physikalische Form betrachtet. Elektrizität bleibt Elektrizität, ganz gleich, ob es sich dabei offiziell um den Begriff „Normalstrom“ oder „Ökostrom“ handelt. Eine Kilowattstunde Strom aus regenerativen Energiequellen entspricht daher genau einer Kilowattstunde Strom, der durch fossile Brennstoffe gewonnen wird. Das, was aus der Steckdose kommt, ist eigentlich genau das gleiche. Der einzige Unterschied liegt im Stromtarif und der Art und Weise, wie der Strom gewonnen bzw. erzeugt wird.

Welche Vorteile hat Ökostrom?

Bevor Sie sich für einen Stromanbieter entscheiden, sollten Sie generell immer einen mehr oder weniger umfangreichen Strompreisvergleich durchführen. Denn ob Normalstrom oder Ökostrom, die Preise können in beiden Kategorien stark voneinander abweichen und sich praktisch häufig ändern. Aber warum sollte man nun Ökostrom den Vorzug geben? Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein nehmen heutzutage immer mehr Raum ein und gewinnen auch immer mehr an Bedeutung. Jeder einzelne Euro, der für Ökostrom gezahlt wird, kommt indirekt auch der Umwelt zugute. Denn die monatlichen Beiträge für Ihren Strom finanzieren so gesehen die Unternehmen, die Zeit, Geld und Arbeit in die Entwicklung und Verbreitung regenerativer Energien und somit auch in unser aller Umwelt stecken. Nur so können umweltfreundliche Energiequellen wie Windkraftwerke, Wasserkraftwerke, Biogas- und Photovoltaikanlagen gebaut und vor allem ausgebaut werden. Der absolute Vorteil von Ökostrom ist demnach der ökologische Fußabdruck, den jeder einzelne von uns auf diesem Planeten hinterlässt. Mit der Nutzung von Ökostrom wird dieser kleiner und wir können guten Gewissens die Waschmaschine laufen lassen und unser Smartphone aufladen. Denn der Schritt zurück zum Waschbrett gestaltet sich schon etwas schwieriger.

Grünstrom-Anbieter erkennen

Das Problem am Ökostrom dagegen ist, dass es zahlreiche Anbieter gibt, die ihren Strom zwar als Ökostrom deklarieren, dieser de facto aber oft gar keiner ist. Denn leider gibt es aktuell keine gesetzliche Definition des Begriffs „Ökostrom“. Und so kann es sein, dass man den Stromanbieter wechselt und hinter diesem vermeintlichen Grünstrom trotzdem ein Atomunternehmen steckt. Wer also sichergehen will, dass sein Geld auch wirklich nur in „richtigen“ Ökostrom fließt, sollte bereits beim Stromvergleich besonders genau hinschauen. Selbst echter Ökostrom kann manchmal auch einem großen Konzern gehören, der überwiegend fossile Brennstoffe einsetzt, um Strom zu erzeugen. Im Internet gibt es übrigens einige Grafiken, die zeigen, welche Anbieter in Wirklichkeit hinter dem vermeintlichen Ökostrom stehen und welche man somit guten Gewissens in Anspruch nehmen kann. Besonders das „OK-Power“-Siegel steht für vertrauenswürdigen Ökostrom, der ohne schlechtes Gewissen genutzt werden kann. Wie auch beim „Grüner Strom Label“ müssen sich die teilnehmenden Unternehmen verpflichten, einen Anteil ihrer Gewinne in die Entwicklung erneuerbarer Energien zu stecken und garantieren, dass sie mit Braunkohle- und Atomkraftwerken nichts zu tun haben. Wer seinen eigenen CO2-Fußabdruck also dauerhaft verkleinern möchte und sicherstellen will, dass unsere Kinder auch noch bedenkenlos auf diesem Planeten leben können, sollte sich über kurz oder lang mit dem Thema Ökostrom auseinandersetzen. Doch auch hinter allen Produkten, die wir Tag ein Tag aus nutzen, steckt ein gewisser Strom, der zu deren Herstellung verwendet wurde. Auch hier lohnt es sich hin und wieder etwas genauer hinzusehen. Selbst wenn Nachhaltigkeit für viele Menschen nur ein Wort zu sein scheint, wird dieser Begriff in den nächsten Jahrzehnten noch zunehmend an Bedeutung gewinnen.