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| 11:10 Uhr

Wohnen
Mit diesen Highlights die eigenen vier Wände verschönern und optisch vergrößern

Große Räume gestalten sich anders als kleine. Man will aus ihnen genauso viel rausholen, wie aus den großen Räumen, bei weniger verfügbarem Platz. Eine knifflige Sache, wenn man bedenkt, dass dabei optische Wirkungsweisen zum Tragen kommen, die nicht immer leicht zu durchschauen sind. Wie man dennoch das Große im Kleinen findet, verrät folgender Beitrag.

Kleine Räume einrichten – wenig Platz und schlaue Möbel

Man würde meinen, bei weniger Platz würde es auch an Einrichtungsideen für kleine Räume tendenziell eher mangeln. Dem ist glücklicherweise nicht so, denn gerade, wenn’s schwierig wird, wird man erfinderisch. So können beispielsweise multifunktionale Möbel, wie etwa Hocker mit extra Stauraum etc., den verfügbaren Platz optimal nutzen.

Vorsicht sei allerdings geboten, wenn es sich um zu klobige Kastenhocker und -Couchtische handelt, diese erschlagen oft das optische Gesamtbild. Kleine Räume richtet man besser mit filigranen, leichten Möbeln ein, die nicht sperrig sind und augenscheinlich auch noch Platz für anderes lassen.

Bei besonders hohen Räumen, kann man auch den oberen Raum noch nutzen, indem man etwa ein Stockbett einbaut, oder den oberen Bereich als Stauraum nutzt. In einer solchen zweiten Ebene ist aber farbliches Geschick gefragt, denn wird der Bereich unter der Decke zu dunkel gefärbt, ergibt das schnell einen drückenden, beengenden Eindruck.

Ist der zu möblierende Raum eher länglich geschnitten, stellt man das breiteste Möbelstück am besten auf die längere Wand. Auch bodenlange Vorhänge können den Raum strecken, aber nur, wenn sie sich nicht auf der schmalen Wand befinden.

Tapete, Anstrich, Bilder: Wandgestaltung in kleinen Räumen

Wenn man einen Raum optisch größer machen möchte, muss man sich um das kümmern, was ihn begrenzt: Die Wände. An dieser Stelle kann man viel tricksen, etwa mit Wandfarben, Mustern, Tapeten, oder Spiegeln. Ganz grundsätzlich gilt: Je heller desto besser.

Was die Farbgestaltung in kleinen Räumen angeht, liegt man mit weißer Wandfarbe nie verkehrt. Farbakzente setzt man dann mit leichten Pastelltönen in blau oder grün. Es gilt, wenige Farben zu verwenden, sonst wirkt der Raum schnell überladen. Auch hellgelb wäre eine Möglichkeit und viel Tageslichteinfall schadet ebenso keineswegs.

Quere Wandstreifen haben die Funktion lange Räume zu verbreitern und die Decke optisch ein wenig abzusenken, während senkrechte Streifen an einer Wand diese schmälern. Es kommt also auch darauf an, wie hoch die Decke des Raumes angesetzt ist.

Bei einer ungünstigen Deckenhöhe kann man auch mit der Wandfarbe noch entgegenwirken. Bei sehr hohen Decken bemalt man diese einfach in einer dunkleren Farbe und wenn nötig nimmt man noch einen kleinen Streifen der Wand dazu. So wird jene Kante, die Decke und Wand trennt, optisch nach unten verschoben. Umgekehrt funktioniert es genauso. Man streiche die Wand und lasse einen Streifen unterhalb der Decke in der Deckenfarbe, um diese etwas anzuheben.

Der Spiegel und andere Lichtquellen

Spiegel sind per se keine Lichtquellen, das ist schon klar. Sie besitzen nur die Eigenschaft, vorhandenes Licht zu lenken, zu vervielfachen und zu bündeln. Das kann man sich in kleinen, tendenziell zu dunklen Wohnräumen zunutze machen und maßgefertigte Spiegel etwa zum Verteilen des Tageslichts aus dem Fenster verwenden. Außerdem simuliert die Spiegelung, dass der Raum jenseits der Wand noch weitergeht.

Was die ‚anderen Lichtquellen‘ betrifft, gilt, sie so vielfältig wie möglich zu halten. Eine große Deckenleuchte mag zwar vielleicht den Raum ganz ausleuchten, betont aber nicht die verschiedenen Bereiche des Raums und je mehr erleuchtete Bereiche es gibt, desto besser. Besonders zuträglich für die optische Raumgröße ist das Beleuchten der Wände. Sie werden dadurch heller und offener. Außerdem sollten die Lampen selbst so wenig Platz als möglich einnehmen.

Nicht zuletzt wäre auch noch der gesundheitliche Aspekt - im wahrsten Sinne des Wortes - nicht aus den Augen zu lassen: Ordentlich durchdacht und sauber angebrachte Lichtquellen können nämlich unnötige Augen- und Kopfbeschwerden vorbeugen.

Stauraum schaffen, oder Wie räume ich am besten auf?

Der Trick 17 für kleine Räume: Aufräumen. Damit nicht Unmengen an Dinge herumliegen und den Raum vollstopfen, sollte man das Inventar so minimalistisch wie möglich machen, oder es zumindest durch ausreichend Stauraum so aussehen lassen.

Weiße Wandschränke eignen sich dazu hervorragend, denn in ihnen verschwindet alles ordentlich und sie sehen zudem so aus, als wären sie einfach eine der 4 Wände. Dinge verstauen kann man wenn’s sein muss, bis unter die Decke, jedoch sollte man (wie bereits erwähnt) dann darauf achten, das obere Drittel des Raumes bewusst hell zu halten, sprich weiße Aufbewahrungsboxen verwenden, etc.

Um den Raum halbwegs bewohnbar und trotzdem minimalistisch leer zu halten, ist auch Ausmisten von Zeit zu Zeit auf die Tagesordnung zu setzen. Außerdem muss man sperrige, klobige Winterutensilien, wie Wintermantel und -schuhe, Daunendecken, etc. nicht im Raum liegen und sie den ganzen Raum einnehmen lassen. Besagte weiße Aufbewahrungsbox auf dem Kleiderschrank verstaut das nur saisonal Benötigte.

Schmal und mit Dachschräge: Räume optisch größer wirken lassen

Die Härtefälle der größer zu gestaltenden Räume sind wohl besonders schmale Zimmer und jene mit Dachschrägen. Doch auch diese lassen sich optisch strecken:

Schmale Räume lassen sich verbreitern, indem man erstens den länglichen Bodenbelag (etwa Parkett) entlang der kurzen Seite des Raumes verlegt. Außerdem kann man an einem Ende eine zweite Ebene einziehen. So wird der Raum in zwei proportional harmonischere Bereiche geteilt und man bekommt zusätzlichen Stauraum unter dem zweiten Boden.

Stauraum lässt sich bei der Dachschräge zwar auch einbauen, er ist aber sehr unpraktisch, da so ein Schrank ja nach oben hin spitz zulaufen würde. In eine Dachschräge stellt man stattdessen am besten etwas, das man ohnehin nur maximal bis in Brusthöhe nutzt: eine kleine Kommode, eine Couch, oder ein Bett, beispielsweise.