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| 15:53 Uhr

Energiewirtschaft
Heizstrom, Solarenergie oder Holzheizung: Unterschiede und Möglichkeiten der heutigen Energiewirtschaft

FOTO: Pixabay / PIRO4D
Verbraucher und Unternehmen benötigen Energie für viele verschiedene Bereiche des täglichen Lebens. Sie reichen von Licht über Elektrogeräte bis hin zu Maschinen. Inzwischen haben sich unterschiedliche Möglichkeiten etabliert, um diese wichtige Energie zu generieren. Eine Variante ist der sogenannte Heizstrom, der sich zum Heizen von Haus oder Wohnung eignet.

Während der klassische Haushaltsstrom für elektrische Geräte und Licht genutzt wird, ist der Heizstrom für Wärmepumpe, Nachtspeicher- oder Elektroheizung verwendbar. Der folgende Beitrag setzt sich mit dem Thema Heizstrom auseinander und klärt über andere Arten der Energiewirtschaft auf.

Heizstrom früher und heute: Ein Konzept, das sich entwickelt hat

Heizstrom ist über eine lange Zeit sehr teuer gewesen. Dies war dem abgeschotteten Markt und der geringen Konkurrenzsituation geschuldet. Inzwischen hat sich dieser Energiebereich jedoch weiterentwickelt, neue Anbieter haben sich etabliert und der Wettbewerbsdruck ist gestiegen. Inzwischen beziehen viele Verbraucher Heizstrom und zwar nicht erst seit Kurzem. Bei seiner Einführung war diese Energieart eine kostengünstigere Alternative zu Öl und Kohle. Durch die Veränderung des Strommarktes ist vermehrt Kritik am Heizstrom aufgekommen. Insbesondere, weil beispielsweise der Anstieg der Strompreise folglich zu mehr Kosten für Nutzer der Stromheizung führte.

Mittlerweile betreibt Heizstrom aber nicht mehr ausschließlich Elektroheizungen, sondern auch Wärmepumpen. Dieses System steht ganz im Zeichen der Energiewende. Die Wärmepumpen benötigen den Strom, um Energie, die sie aus der Umwelt gewinnen, in Wärme umzuwandeln. Verbraucher, die noch einen Schritt weitergehen möchten, um nachhaltige Energie zu beziehen, setzen in diesem Fall auf grünen Strom oder Ökostrom. Anbieter von Heizstrom mit 100 Prozent Ökostrom aus Anlagen erneuerbarer Energien sind daher grundsätzlich zu bevorzugen, wenn sich Verbraucher für dieses spezielle Energiekonzept interessieren. Gleichermaßen ist es empfehlenswert, auf Preisgarantie und Kündbarkeit zu achten. Besonders der letzte Punkt sollte flexibel - beispielsweise monatlich kündbar - gehalten sein, damit Kunden bei Bedarf wechseln können.

FOTO: Pixabay / andreas160578

Wichtige Informationen zum Heizstrom

Die Funktionsweise der Wärmepumpe: Ein physikalischer Exkurs

Die Wärmepumpe basiert auf einer ähnlichen Funktionsweise wie der klassische Kühlschrank - mit dem Unterschied, dass der Systemablauf umgekehrt funktioniert. In dem Verdampfer der Pumpe ist ein Kältemittel. Sind die Temperaturen niedrig, verdampft es. Dafür genügt eine Wärmezufuhr aus dem Boden. Im nächsten Schritt kommt der Kompressor zum Einsatz. Hier wird das Kältemittel eingeleitet und verdichtet. Dieser Vorgang erhöht den Druck auf das Kältemittel und die Temperatur wird gesteigert. Der nächste Schritt ist der Verflüssiger oder auch Kondensator genannt. Das erwärmte Kältemittel gelangt durch diesen Verflüssiger und gibt die Wärme ab. Bei diesem Prozess verflüssigt sich das Kältemittel erneut. Anschließend gelangt das Kältemittel zum Expansionsventil. Dort reduziert es sich wieder auf den ursprünglichen Druck und kehrt zum Verdampfer zurück.

Das Konzept des Nachtspeicherstroms: Kostengünstiger in der Vergangenheit

Der Nachtspeicherstrom wird alternativ auch Nachtstrom, Heizstrom oder Niederstrom genannt. Der Unterschied zum Haushaltsstrom ist, dass dieser günstiger und nicht für die Nutzung von Lichtquellen gedacht ist. Haushalte beziehen den Nachtspeicherstrom, wie das Wort schon sagt, in der Nacht, genauer gesagt abends von 20 Uhr bis morgens um 8 Uhr. Während dieser Zeit verbrauchen Haushalte weniger elektrische Energie. In der Vergangenheit war das sehr nützlich, da Kraftwerke die Stromzufuhr nicht einfach drosseln konnten und somit wurden die Preise für den elektrischen Strom nachts günstiger.

Andere Heizsysteme aus verschiedenen Energiequellen

Die Solarheizung: Eine clevere Lösung aus erneuerbaren Energien

Solaranlagen heißen auch thermische Solaranlagen und gehören zu den erneuerbaren und alternativen Energien. Diese Anlagen machen sich die Sonne zu Nutze und wandeln die Sonneneinstrahlung in Wärme um. Alternativ können Verbraucher diese Solaranlagen zur Stromerzeugung einsetzen. Grundlage der Solaranlage ist ein Kollektor, der die Sonnenstrahlen auffängt, ein Solarwärmespeicher, der die überschüssige Wärme speichert und der Solarkeislauf, der die Wärme vom Kollektor zum Speicher transportiert. Solaranlagen eignen sich gut für umweltbewusste Verbraucher.

Die Holzheizung: Ein Klassiker, der wiederauflebt

Die Geschichte der Holzheizung hat eine lange Tradition. Während es in der Steinzeit noch relativ schwierig war Feuer zu machen, gelingt das heute in Form von Holzofen und zurechtgeschnittenen Scheiten um ein Vielfaches schneller sowie besser. Noch beliebter ist das Heizen mit Holz in Form einer sogenannten Holzzentralheizung. Großer Vorteil dieser Varianten ist, dass sie alle einen CO2-neutralen Brennstoff - das Holz - nutzen. Da die heutige Holzheizung optimiert läuft, verbrennt sie das Holz so gut, dass der Schadstoffausstoß verhältnismäßig gering ist. Damit eignet sie sich ebenfalls für Verbraucher, denen die Umwelt am Herzen liegt.

Niedrigtemperatursysteme für angenehme Temperaturen im Innenbereich

Eine kosten- und energiesparende Heizung in Form von Niedrigtemperatursystemen regelt die Temperatur effizient. Eine automatische Absenkung der Wärme bei milden Außentemperaturen ist dabei nur ein Vorteil dieses Systems. In gedämmten Häusern reicht ein Niedrigtemperatursystem oftmals schon aus, um die komplette Wohnung angenehm zu beheizen. Diese Systeme lassen sich unter anderem anhand größerer Heizkörper erkennen. Sie strahlen durch die größere Bauweise mehr Wärme ab. Im Gegensatz zu herkömmlichen Heizkörpern lässt die Strahlungswärme die warme Luft nicht nach oben entweichen. Kalte Luft leiten konventionelle Heizungen nach unten ab. Die Strahlungswärme hingegen verteilt sich gleichmäßig und kann in Baukörper wie Fußböden und Wände eindringen.

Die passive Sonneneinstrahlung

Unter der passiven Sonneneinstrahlung versteht sich die uralte Bauweise, das Haus zur Sonne hin auszurichten. Dieses Konzept wird heute neu entdeckt. Wenn zukünftige Hausbauer den Stand der Sonne sinnvoll in den Hausbau einbeziehen, können sie alleine dadurch beträchtliche Mengen an Energie sparen. Dazu ist es empfehlenswert ein großes Fenster auf der Südseite des Hauses zu integrieren. Es sorgt nämlich auch im Winter für ausreichend Sonneneinstrahlung, um den Raum auf natürliche Art und Weise zu erwärmen. Die Zimmer, die zur Sonne gerichtet sind, sollten am besten die klassischen Aufenthaltsräume sein. Hier bieten sich Wohn- oder Esszimmer an. Zuzüglich kann zum Beispiel der Biomethan Strom als erneuerbare Energie genutzt und in das System eingespeist werden.

Fazit: Energiearten zur Wärmegewinnung sind facettenreich

Wie dieser Artikel zeigt, gibt es heutzutage viele Möglichkeiten der Wärmegewinnung, die zuweilen mit einer gewissen Kostenersparnis einhergehen. Wichtig dabei ist, dass regelmäßig ein Anbietervergleich genutzt wird, um sowohl den günstigsten Strom- als auch Heiztarif zu erhalten. Verbraucher, die aktuell auf der Suche nach umweltfreundlichen Alternativen sind, setzen auf erneuerbare Energien wie Ökostrom oder die Solarenergie.