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| 08:49 Uhr

Grundtipps für die Waschmaschine - so wäscht sie richtig!

FOTO: Serghei Starus (97670417)
Sei es der längst überfällige Auszug von Zuhause oder abe r die Tatsache, dass bisher noch kein Geld in eine eigene Waschmaschine investiert wurde - irgendwann zieht das gute Stück in so gut wie jeden Haushalt ein und stellt künftig einen wichtigen und unverzichtbaren Helfer bei der alltäglichen Hausarbeit dar. Das gilt insbesondere für Familien, bei denen meist ganze Wäscheberge anfallen, aber auch Singles und Paare werden über kurz oder lang nicht mehr auf eine Waschmaschine verzichten wollen. Gerade für Anfänger kann der Umgang mit dem Gerät jedoch eine ganze Reihe an Fragen aufwerfen, denn auch Wäsche waschen will erst einmal gelernt sein.

Das richtige Mittel und die passende Wäsche

Auch der Griff zum richtigen Waschmittel will gelernt sein, zumal es mittlerweile zahlreiche unterschiedliche Varianten gibt. Wichtig ist vor allem die Unterscheidung zwischen Vollwaschmittel, Feinwaschmittel und Buntwaschmittel. Zu finden sind sie in nahezu jeder Drogerie und im Supermarkt, bei der Markenauswahl helfen am ehesten aktuelle Tests von Stiftung Warentest oder Ökotest weiter. Wer Wollpullis und ähnliches besitzt, der sollte darüber hinaus auch noch ein passendes flüssiges Wollwaschmittel nehmen.

Vollwaschmittel - ist geeignet für Leintücher, Bettwäsche, Unterwäsche, Schlafanzüge, Handtücher und Geschirrtücher. Das enthaltene Bleichmittel wird allerdings erst ab 60 Grad wirksam. Grundsätzlich kann zwar auch Kleidung mit Vollwaschmittel gewaschen werden, besser ist hier aber dennoch der Griff zum Buntwaschmittel.Buntwaschmittel - ist geeignet für Oberbekleidung wie Hemden, Blusen aus Baumwolle, Leinen und Synthetik, Hosen, Röcke und Socken. Auch hier gibt es aber Ausnahmen, besonders feine Stoffe sollten besser mit Feinwaschmittel behandelt werden.Feinwaschmittel - ist geeignet für empfindliche Baumwollkleidung mit Naturfarben oder Jacken und Mäntel aus Stoff. Ebenfalls geeignet ist flüssiges Wollwaschmittel.Flüssiges Wollwaschmittel - ausschließlich zu Wollwaschmittel gegriffen werden sollte, wenn es sich um Wollkleidung oder Seidenbekleidung handelt.Davon abgesehen gibt es einige Stoffe, die am besten gar nicht gewaschen werden sollten, darunter Leder oder auch einige sehr empfindliche Seidenstoffe. Sofern das Wäschestück außerdem nicht stark verschmutzt ist, ist der Waschgang immer schonender, wenn er bei niedriger Temperatur, kurzer Laufzeit oder mit einem schonenden Waschmittel durchgeführt wird. So halten die Textilien insgesamt länger.

2. Wäsche richtig sortieren

Auch die Sortierung spielt bei der Wäsche eine wichtige Rolle. Hierbei gibt es einige Kriterien, die beachtet werden sollten.

Abfärben/Verfärbe
Welche Farbe hat die Wäsche und kann sie womöglich abfärben? Damit das nicht passiert, sollte die Wäsche nach Möglichkeit in ähnliche Farben unterteilt werden. Helle und sehr dunkle Farben gilt es grundsätzlich nicht zu kombinieren - sollte ein Wäschestück mit Sicherheit NICHT abfärben, so kann es natürlich beliebig kombiniert werden. Besonders häufig treten Verfärbungen bei roten und schwarzen Wäschestücken auf, aber auch Naturfarben neigen dazu. Einen Hinweis erhalten Nutzer manchmal auch durch das Berücksichtigen des Etiketts, sofern der Hersteller dort den Vermerk "separat waschen" hinterlassen hat.
Empfindlichkeit
Die Empfindlichkeit der Wäsche macht es mitunter nötig, dass Waschgang und Waschmittel entsprechend abgestimmt werden müssen. Zudem sollte empfindliche Wäsche auch nicht mit schmutziger Kochwäsche gewaschen werden. So gehen die empfindlichen Teile entweder kaputt oder die Kochwäsche wird nicht richtig sauber.3. Waschgänge und Temperaturen

Mittlerweile haben viele moderne Waschmaschinen zahlreiche Waschgänge und -programme, die auf die unterschiedlichsten Anforderungen ausgelegt sind. Meist mit dabei sind ein Normalwaschgang, ein Pflegeleichtwaschgang und ein Fein- und Wollwaschgang. Welche Kleidung am ehesten für einen Waschgang geeignet ist, lässt sich dem Etikett des jeweiligen Kleidungsstücks entnehmen. Dort befinden sich entsprechende Waschsymbole. Grundsätzlich gilt, dass der empfohlene Waschgang eine Maximalmalangabe darstellt - demnach kann also jederzeit auch ein Waschgang gewählt werden, der die Wäsche weniger beansprucht. Sollte das Etikett nicht mehr lesbar sein, bieten sich folgende Grundregeln an:

Unterwäsche (sofern nicht aus Seide) sowie Handtücher und Bettwäsche können im Normalwaschgang bei 40 bis 60 Grad gewaschen werden, weiße Wäsche meist auch bei 90 Grad.Normale Buntwäsche kann bei 30-40 Grad im Normalwaschgang oder Pflegeleichtwaschgang mit Buntwaschmittel gewaschen werden.Handelt es sich um empfindlichere Buntwäsche, so sollte diese nur mit einem Feinwaschmittel im Feinwaschgang gereinigt werden.Bei Seide und Wolle gilt, dass diese am besten nur von Hand bei niedrigen Temperaturen gereinigt werden sollte. Zudem sollte bei Handwäsche stets möglichst zügig gearbeitet werden, die Wäsche sollte also nicht zu lange in der Lauge liegen.Mittlerweile gibt es einige moderne Maschinen, die über einen sehr schonenden Waschgang für Wolle verfügen. Dennoch sollten Nutzer hier Vorsicht walten lassen, denn geeignet ist er wirklich nur für die Wäscheteile, die explizit als maschinenwaschbar gekennzeichnet sind.Zusätzlich verfügen Waschmaschinen in der Regel auch über einen Vorwaschgang als extra Taste. Dieser ist aber wirklich nur dann notwendig, wenn die Wäsche stark verschmutzt ist. Ansonsten kann er getrost ausgelassen werden.4. Die Waschmaschine macht Geräusche - liegt ein Schaden vor?

Es kann vorkommen, dass beim Waschen Geräusche zu hören sind. Schnell entsteht bei Nutzern die Sorge, dass die Maschine defekt ist oder der weitere Betrieb sich negativ auswirkt. Nicht immer muss es sich jedoch um einen schwerwiegenden Schaden handeln, mitunter lassen sich die Probleme auch selbständig und ohne Handwerker lösen. Häufige und ungefährliche Ursachen sind etwa das Klappern von Reißverschlüssen und Knöpfen, die gegen die Trommelwand schlagen. Sie beschädigen die Waschmaschine nicht und sind auch ansonsten ungefährlich.

Allerdings sind diese in der Regel sehr leise - wenn dem nicht so ist, so müssen womöglich andere Ursachen in Betracht gezogen werden, beispielsweise Fremdkörper, Motorgeräusche, Lagergeräusche oder Keilriemengeräusche. Betroffene sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Garantie des Herstellers verfällt, wenn selbst Hand angelegt wird. Insbesondere das Öffnen elektrischer Geräte sollte nur von einem Fachmann mit ausreichender Qualifikation durchgeführt werden. Andererseits können viele kleinere Reparaturtätigkeiten an der Waschmaschine durchaus selbst vorgenommen werden, etwa das Abschrauben der Frontblende oder das Austauschen der Pumpe. Wer sich bezüglich der Geräuschquelle nicht sicher ist, über keinerlei Knowhow verfügt oder auch ansonsten nicht genau weiß, warum die Waschmaschine ihren Dienst nicht mehr ordnungsgemäß verrichtet, sollte im Zweifelsfall aber unbedingt den Profi kontaktieren.

5. Stinkende Wäsche nach dem Waschen - woran liegts?

Es kann vorkommen, dass die gerade frisch gewaschene Kleidung trotz allem noch muffig riecht oder sogar schlimmer als zuvor. Die Gründe dafür sind unterschiedlich, oft liegt es jedoch daran, dass die Wäsche beim letzten Einräumen in den Schrank noch nicht richtig trocken oder aus anderem Grund länger feucht war. So entstehen Bakterien, die beim Waschen oftmals nur noch schwer zu entfernen sind. Andererseits können sich aber auch direkt in der Maschine hartnäckige Bakterien und Gerüche gebildet haben. Schuld daran sollen vor allem die dauerhafte Verwendung flüssiger Waschmittel und niedrige Waschtemperaturen sein. Die Vorbeugung ist einfach: Waschmaschine immer sofort nach dem Waschen ausräumen, Wäsche gut und am besten in der Luft trocknen, Kochwäsche gelegentlich etwas wärmer waschen (70 statt 60 Grad). Muss hingegen Abhilfe im Nachhinein geschaffen werden, so hilft vor allem eine gründliche Reinigung der Maschine.

6. Reinigung der Waschmaschine

Um die Waschmaschine sauber, geruchsneutral und bakterienfrei zu halten, ist eine regelmäßige Grundreinigung notwendig. Dabei genügt nicht nur das äußerliche Abwischen mit dem feuchten Tuch, sondern auch und vor allem die Säuberung des Flusensiebes. An der Sockelleiste der Maschine muss zu diesem Zweck die dafür vorgesehene Öffnung geöffnet und das Sieb herausgedreht werden. Je öfter dieser Vorgang durchgeführt wird, desto einfacher lässt sich das Sieb in der Regel reinigen - wird das Säubern hingegen versäumt, so braucht es meist einiges an Aufwand, um den Schmutz zu entfernen. Übrigens wird hier auch regelmäßig wieder Verlorenes zutage gefördert, sei es eine Socke, ein Knopf oder ein Euro.

Weiterhin sollten außerdem alle Dichtungen mit Lappen und Essigreiniger gesäubert werden. Allen voran gilt dies für den Frontlader, bei dem das Dichtungsgummi der Tür meist im Wasser stehen bleibt und daher Schimmel entstehen kann. Wichtig ist zudem die regelmäßige Entfernung von Kalk, sobald dieser auftritt. Wie das funktioniert, kann hier nachgelesen werden.

7. Nicht zu voll und nicht zu leer - die richtige Beladung der Maschine

Während die Waschmaschine bei Singles und Paaren noch verhältnismäßig selten läuft, so sieht dies bei Familien bereits ganz anders an. Um die Wäscheberge wieder zu verkleinern, hilft ein kluges Beladen der Maschine. Zudem wird sie so auch vor Verschleiß bewahrt und die Besitzer können sich vor unnötigen Ausgaben schützen.

Die meisten Menschen beladen ihre Maschine nach Gefühl, allerdings ist die Menge der Wäsche für Waschwirkung und Verbrauch durchaus wichtig. Durchschnittlich sind Waschmaschinen für 5-8 kg ausgelegt, die Hersteller geben diesbezüglich normalerweise auch sehr genaue Angaben und informieren, welches Waschprogramm bei welcher Menge Sinn macht. Wer die Mengen nicht einschätzen kann, dem hilft zunächst auch eine einfache Personenwaage, um ein Gefühl dafür zu entwickeln.

Generell kann sich außerdem an folgende Empfehlung gehalten werden: Passt immer noch eine Hand locker über die Wäsche in der Maschine, so ist diese meist optimal gefüllt. Bei Über- oder Unterladung passiert ansonsten Folgendes:

Zu hohe Beladung - die Waschwirkung nimmt ab, da eine mangelhafte Verteilung von Wasser und Waschmittel besteht, außerdem kann sich die Wäsche in der Trommel nicht optimal bewegen. Ebenso kann das Lager der Maschine in Mitleidenschaft gezogen werden, sodass im schlimmsten Fall eine Reparatur nötig wird.
Zu geringe Beladung - läuft die Maschine nur halb oder noch weniger beladen, so belastet dies sowohl die Umwelt als auch die Geldbörse. Zwar werden Stromverbrauch und Wassermenge mittlerweile durch eine Beladungsautomatik bei vielen Maschinen minimiert, dennoch ist der Verbrauch insgesamt höher, als wenn die Maschine optimal beladen wäre. Zudem lohnen sich spezielle Programme wie Kurzwäsche oder Eco-Modus insbesondere in Single-Haushalten und können für manch einem eine wichtige Entscheidungshilfe beim Waschmaschinenkauf sein, wenn es um Energieersparnis geht.