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Elektronische Helfer für zu Hause

In viele Bereiche des täglichen Lebens hat die fortschreitende Technologieentwicklung bereits grundlegende Veränderungen gebracht. Manchmal sind diese so nützlich und mit einer solch großen Zeitersparnis verbunden, dass wir sie nicht mehr missen möchten.

Küchengeräte, die einem die Arbeitskraft abnehmen oder über eingebaute Sicherungen verfügen, sind für viele schon seit langem eine Selbstverständlichkeit, doch auch in anderen Bereichen des Wohnens sind elektronische Helfer zunehmend öfter anzutreffen. Automatisierte Staubsauger beispielsweise können am Morgen gestartet werden und sorgen dafür, dass der Fußboden sauber ist, wenn man von der Arbeit nach Hause kommt. Andere Tätigkeiten des Haushalts, wie das Spülen des Geschirrs, haben einige schon seit Jahrzehnten an eine Spülmaschine abgegeben und freuen sich über die Arbeitserleichterung.

Sprachsteuerung sorgt für Entertainment und blitzschnelle Informationen

Einen rundum Versorgungs- und Entertainment Helfer haben im Frühjahr 2017 die beiden Internetriesen Amazon und Google auf den Markt gebracht. Amazon Echo und Google Home lassen sich mit Sprachbefehlen direkt ansprechen und können in vielen Wohnbereichen als auch der Organisation des Tagesablaufes einiges an Arbeit abnehmen. Die Steuerung des Lichts, Terminplanung und Erinnerung, die Steuerung von Musik oder die Bestellung von Essen an die eigene Wohnungstür, wird hier von einem kleinen Gerät übernommen. Doch nicht alle sehen diese praktische Alltagshelfer völlig unkritisch, sondern hinterfragen diese Form des Fortschrittes und wollen wissen, was mit den gesammelten Audioaufzeichnungen geschieht. Viele dieser Dinge, wie zum Beispiel das Einschalten von Musik, sind natürlich keine Notwendigkeit und können auch weiterhin mit einem Handgriff erledigt werden. Deshalb sollte hier jeder selbst entscheiden, ob er diese Alltagserleichterung in Anspruch nehmen möchte.

Altersgerechte Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben

Anders sieht das jedoch aus, wenn unüberwindbare Hindernisse auftreten, die sich ohne Hilfe nicht bewerkstelligen lassen. "AAL - Ambient Assisted Living" - oft übersetzt mit „Altersgerechte Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben“ sind in einigen Bereichen längst Standard. Ein Hörgerät zum Beispiel erhöht die Lebensqualität enorm, schließlich sind Interaktion mit Mitmenschen als auch die Fähigkeit, Musik, Sprache und Geräusche wahrzunehmen, Dinge, die niemand im Alltags vermissen möchte. Ebenso groß, wie der Wunsch nach uneingeschränkter Teilnahme am aktiven Leben, ist für viele Senioren das selbstständige Leben in der eigenen Wohnung - auch im hohen Alter. An der Realisierung dieses Wunsches sind aber nicht nur betroffenen Personen selbst interessiert, auch Angehörige und Pflegekassen begrüßen dies - schließlich wird dem demografischen Wandel zur Folge 2030 jeder Vierte in Deutschland die 65 Jahre überschritten haben und jegliche Entlastung der Pflegeeinrichtungen dürfte wohl willkommen sein.

Wenn das Treppensteigen schwerfällt

Zahlreich sind bereits jetzt die vielen Hilfen, die Senioren in ihren eigenen vier Wänden wertvolle Unterstützung liefern können und ihre nahe Verwandtschaft sicherer schlafen lassen. So gibt es beispielsweise spezielle Sensormatten, die registrieren, wenn jemand gestürzt ist und automatisch einen Rettungsdienst rufen. Doch auch die Treppen in den nächsten Stock können schnell zu einer schier unüberwindbaren Barriere werden. Glücklicher Weise lässt sich diesem Problem mittlerweile mit einem passenden Sitzlift begegnen , der im Innen- und Außenbereich zum Einsatz kommen kann und so leicht in ihrer Bewegung eingeschränkten Menschen wieder eine selbstständige Bewegungsfreiheit ermöglicht. Und diese Hilfe benötigen viele, oft nicht erst im hohen Alter. Denn Deutschland ist Weltmeister, wenn es um die Zahl der Implantationen künstlicher Kniegelenke geht.

Der Trend geht im Allgemeinen in Richtung der kleinen Geräte, die für unterschiedliche Bereiche eingesetzt werden können und auch das Wohnen im Alter sicherer gestalten können. Aufstehhilfen, automatische Herdabschaltung und Erinnerungssysteme sind nämlich keine Spielerei, sondern von großem Nutzen und werden daher in Zukunft einen großen Beitrag dazu leisten, ein qualitatives und selbstbestimmtes Wohnen auch im fortgeschrittenen Alter zu ermöglichen.