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| 13:53 Uhr

Immobilien
Die Immobilienlage in Berlin und Umland

FOTO: betexion@pixabay
Mit knapp 3,6 Millionen Einwohner ist Berlin die bevölkerungsreichste Stadt in ganz Deutschland. Ein aufregendes Partyleben, schöne Parks und Gärten und nicht zuletzt die zahlreichen kulturellen Sehenswürdigkeiten locken viele Menschen in die Metropole. So langsam aber sicher wird der Wohnraum hier knapp.

Wohnungsknappheit in Berlin

Berlin gilt als einer der begehrtesten Immobilienmärkte in ganz Europa. Das hat Folgen: So sind die verfügbaren Wohnungen in den letzten Jahren nicht nur knapper, sondern auch teurer geworden. In keiner anderen deutschen Stadt sind die Preise in den vergangenen Jahren so stark angestiegen. Doch es gibt noch immer Möglichkeiten, sich in und um Berlin häuslich niederzulassen.

Wer Glück hat und noch eines der begehrten freien Grundstücke findet, kann mit dem richtigen Partner an der Seite zum Beispiel ein Zweifamilienhaus bauen lassen. Da ein solches Vorhaben ein großes und kostenintensives Projekt darstellt, sollte die Entscheidung nicht voreilig fallen. Für Paare ist es wichtig, immer gemeinsam die Entscheidung für oder gegen ein Haus bzw. eine Wohnung zu treffen. Streit in diesem Punkt sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Da ein entsprechender Kredit meistens über mehrere Jahrzehnte abbezahlt wird, sollten beide den Kreditvertrag unterschreiben. Somit werden beide Partner zu Eigentümern und sind im Falle der Finanzierungsunfähigkeit beide verantwortlich.

In welchem Stadtteil sind Investitionen sinnvoll?

Ist die Entscheidung für eine Wohnung oder ein Haus gefallen, sollte man die einzelnen Stadtteile Berlins genauer unter die Lupe nehmen. Dabei sollten Wohlfühlfaktor, Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel und Preise eine Rolle spielen. So ermöglichen die Kernstadtteile innerhalb des S-Bahn-Rings zwar eine schnelle Anbindung, doch Wohnraum ist hier sehr teuer. In den letzten Jahren sind die Immobilienpreise dort so stark angestiegen, dass es für Normalverdiener schwer wird, ein Eigenheim zu kaufen.

Wo sich der Kauf lohnen kann, zeigt eine Studie des Immobiliendienstleisters Dr. Lübke & Kelber. Dabei wurde ein genauer Blick auf mögliche Renditechancen in den einzelnen Stadtteilen geworfen. Während Charlottenburg, Kreuzberg, Friedrichshain und Schöneberg relativ schlecht abschneiden, sind unbekanntere Ecken im Norden und Osten der Stadt eine bessere Wahl. Eine klare Empfehlung gibt es für Investments in den Stadtteilen Prenzlauer Berg, Fränkisch Buchholz, Weißensee und Pankow. Grundlage der Ergebnisse stellen die Daten zur Bevölkerungsentwicklung, zu sozioökonomischen Bedingungen, zur Entwicklung von Miet- und Kaufpreisen sowie zur Wohnungsnachfrage in den einzelnen Stadtteilen dar. Weniger sicher seien Investitionen in Wannsee, Schöneberg, Tempelhof, Zehlendorf und Grunewald.

Immobilien im Berliner Umland

Es kann sich lohnen, darüber nachzudenken, ob es unbedingt eine Immobilie in Berlin sein muss. Das Berliner Umland hat viele schöne Städtchen und Dörfer zu bieten. Im Umland gibt es viele Leerstände, was sich auf den Immobilienpreis niederschlägt. Auch die Anbindung an die Hauptstadt ist in den meisten Fällen gut. So liegt Brandenburg an der Havel mit einer Entfernung von ca. 45 Autominuten relativ nah an Berlin.

Laut Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) gibt es in Berlin einen Leerstand von lediglich zwei Prozent. Dem standen Ende 2014 mehr als 10.000 Wohnungen im Berliner Umland gegenüber. In Frankfurt an der Oder, Wittenberge, Eisenhüttenstadt und Eberswalde gibt es eine große Auswahl an Immobilien. Ein großer Vorteil: Von Berlin aus sind diese Städte mit dem öffentlichen Nahverkehr in weniger als 60 Minuten erreichbar. Somit kommen Immobilien dort auch für Berlin-Pendler infrage.

Auch wenn der Immobilienbau oder -kauf wohlüberlegt sein sollte, heißt es nicht zu lange warten. Je besser die Anbindung an die Hauptstadt ist, umso größer ist auch die Immobiliennachfrage. So hat die Einwohnerzahl im beschaulichen Strausberg nordöstlich von Berlin in den letzten Jahren stark zugenommen. Wie Zahlen zeigen, stammen knapp 80 Prozent der Neumieter in Strausberg nicht aus dem Bestand der Strausberger Wohnungsbaugesellschaft, sondern aus Berlin und den umliegenden Regionen.

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