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| 13:20 Uhr

Änderungen 2018
So entwickeln sich die Strompreise im neuen Jahr

Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden die Strompreise 2018 erneut in die Höhe steigen. Nachdem der durchschnittliche Strompreis je Kilowattstunde bereits 2017 ein neues Rekordhoch von 29,2 Cent erreicht hatte, prognostizieren Experten für das neue Jahr einen erneuten Anstieg. Von PR

Mögliche Gründe für diese Entwicklung sind Spekulationen um steigende Gebühren von Netzbetreibern für eine Strom-Durchleitung, Netznutzungsentgelte sowie die sich stetig erhöhende EEG-Umlage.

Stromnetze müssen auch zukünftig modernisiert werden

Obwohl bei Netznutzungsentgelten zwischen einzelnen Regionen massive Unterschiede bestehen, bewegt sich der Durchschnitt bei 7,1 Cent pro kWh. Ein wichtiger Kostenfaktor ist der hohe Modernisierungsbedarf als Folge sich stetig erhöhender Anforderungen an das Stromnetz. In diesem Zusammenhang verweist die Bundesnetzagentur darauf, dass bisher nur ein geringer Teil der zusätzlich erforderlichen 7.700 Kilometer langen Höchstspannungsleitungen errichtet wurde. Weitere Leitungskapazitäten sind insbesondere im Südosten und Süden Deutschlands notwendig.

Preissenkungen für die EEG-Umlage

Der Einfluss der EEG-Umlage hat sich in den vergangenen Jahren massiv auf die Angebote von Portalen wie vergleichen24.de ausgewirkt. Diese Umlage dient der Finanzierung des Ausbaus von Ökostrom. Die damit verbundenen Kosten sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Obwohl zahlreiche Betreiber von Übertragungsnetzen für 2018 eine leichte Senkung der EEG-Umlage von 6,88 Cent je kWh auf 6,792 Cent angekündigt haben, werden andere Kostenanteile steigen. Von dieser Tendenz sind an vielen Orten die Netzentgelte betroffen. Ein Beispiel ist Amprion. Dieser Anbieter hat im Vergleich zu 2017 eine Steigerung von Netzentgelten um 45 Prozent angekündigt. Diese Maßnahme betrifft in erster Linie Verbraucher aus West- sowie Südwestdeutschland. In Ostdeutschland werden sich die Netzentgelte vermutlich reduzieren. Beispielsweise senkt der hiesiger Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz die Kosten um 11 Prozent. Weitere mögliche ausschlaggebende Entwicklungen sind derzeit noch nicht absehbar.

Kein Ungemach durch Großhandelspreise

Aspekte wie Vertrieb und Stromerzeugung beeinflussen Strompreise heute nur noch im geringen Maße. Zudem hat sich der Börsenstrompreis in den vergangenen Monaten mit Beträgen von 3 bis 3,5 Cent je Kilowattstunde stabilisiert. Weil Strompreise am Terminmarkt aktuell ebenfalls kaum steigen, wird sich dieser Faktor nicht maßgeblich auf die Strompreise auswirken.