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Auto
Katalysator – wie er funktioniert

Shiny chrome dual performance exhaust pipe under bodykit
Shiny chrome dual performance exhaust pipe under bodykit FOTO: GregorBister / Getty Images/iStockphoto
Der Katalysator leistet einen wichtigen Beitrag im Umweltschutz und ist beim Auto gesetzlich vorgeschrieben. Durch eine Nachbehandlung der Abgase senkt er die Emissionen, die bei der Verbrennung des Kraftstoffs im Motor entstehen. Der Katalysator wandelt schädliche Bestandteile in unschädliche um.

Wie funktioniert ein Katalysator?

Ein Katalysator besteht aus einem Keramikteil in Wabenform mit einigen Kanälen. Die Oberfläche des Kats wird durch dünnwandige Kanäle erhöht und kann dadurch aus dem Motor mehr Abgase filtern. In der Oberfläche des Kats sind einige Edelmetalle, wie beispielsweise Rhodium, Platin und Palladium verarbeitet. Diese binden die schädlichen Schadstoffe. Der Katalysator wandelt Kohlenmonoxid zu Kohlendioxid um und Stickoxide in Stickstoff. Dadurch wird das schädliche Abgas, das aus dem Auto austritt, reduziert. Der Fachbegriff hierfür lautet Katalyse.

Der Katalysator und Motor sind aufeinander angewiesen und arbeiten miteinander. Daher wird auch von einem geregelten Katalysator gesprochen. Geregelt und kontrolliert wird der Katalysator durch die sogenannte Lambdasonde, die wie ein Messfühler arbeitet. Sie überwacht das Verhältnis von Luft und Kraftstoff in dem Gemisch und misst im Abgasstrom den Sauerstoffanteil.

Was ist für einen funktionierenden Katalysator erforderlich?

Ein Katalysator benötigt zur Funktionstüchtigkeit eine bestimmte Energie, denn mit einem kalten Motor funktioniert er nicht richtig und die Schadstoffe werden so gut wie gar nicht reduziert. Damit ein Katalysator einwandfrei arbeiten kann, ist eine bestimmte Mindestbetriebstemperatur erforderlich. Sobald diese erreicht ist, werden Schadstoffe aus den Abgasen gereinigt. Die Temperatur hierfür beträgt 500 Grad Celsius. Allerdings befindet sich der Motor bei einem Auto zum Start für drei bis fünf Minuten in einer Kaltphase. In dieser Zeit kann der Kat nicht effizient arbeiten.

Wer etwas für seine Umwelt tun möchte, der sollte daher Kurzstrecken möglichst vermeiden. Die Faustregel sagt, dass die Schadstoffe der Abgase bei Strecken, die weniger als zwei Kilometer betragen, nicht optimal umgewandelt werden können. Aus dem Grund gibt es inzwischen modernere Katalysatoren, bei denen die Kaltphase verkürzt wurde. Wer ein älteres Automodell besitzt, kann mit einem Aufrüst-Kat nachrüsten. Dadurch wird das Fahrzeug in eine bessere Schadstoffklasse eingestuft. Seit dem Jahr 2006 können in Deutschland nur noch Fahrzeuge zugelassen werden, welche die Euro-4 Abgasnorm erfüllen.

A SUV's catalytic converter is being removed at a salvage yard. Catalytic converters reduce pollutants by oxidizing carbon monoxide and hydrocarbons. Converters contain platinum or palladium which are recovered and recycled during the salvage process. This vehicle, will be crushed, shredded and melted into recycled steel.
A SUV's catalytic converter is being removed at a salvage yard. Catalytic converters reduce pollutants by oxidizing carbon monoxide and hydrocarbons. Converters contain platinum or palladium which are recovered and recycled during the salvage process. This vehicle, will be crushed, shredded and melted into recycled steel. FOTO: BanksPhotos / Getty Images/iStockphoto