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| 11:13 Uhr

Mit Schlitten und Ski
Das Auto auf den Winterurlaub vorbereiten

 Dunkel und glatt: Die Winterreise kann Auto und Fahrer stärker fordern als eine sommerliche Tour. Foto: Tobias Hase
Dunkel und glatt: Die Winterreise kann Auto und Fahrer stärker fordern als eine sommerliche Tour. Foto: Tobias Hase FOTO: Tobias Hase
Berlin. Winterzeit ist auch Reisezeit. Egal, ob Skifahren, Rodeln oder auch nur ein Wohnmobil-Wochenende in winterlicher Abgeschiedenheit. Von Thomas Flehmer, dpa

Doch bevor Reisende in die Bergregionen aufbrechen, müssen sie Auto und Wohnmobil vorbereiten und auf ein paar Dinge achten - etwa auf die Autobahngebühren in der Schweiz und Österreich. Für Pkw und Wohnmobile bis 3,5 Tonnen fallen in Österreich 9 Euro für eine Zehn-Tages-Vignette an, zwei Monate kosten 26,20 Euro, das Jahres-Pickerl 87,30 Euro, erklärt Thomas Schreiner, Pressesprecher vom Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD).

Bestellung der Vignetten

In der Schweiz gibt es nur eine Jahresvignette für Pkw, Motorräder und Wohnmobile mit einem Gesamtgewicht bis zu 3,5 Tonnen für aktuell umgerechnet 36,50 Euro. Vignetten können bereits vor der Fahrt bei Verkehrsclubs bestellt werden, um auf der Reise Wartezeiten zu vermeiden.

Auch korrekte Bereifung ist wichtig. In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht. So dürfen bei winterlichen Straßenverhältnissen wie etwa Schneematsch oder Eisglätte Autos nur auf geeigneten Winterreifen rollen. Der ARCD rät, sie ab einer Außentemperatur von dauerhaft sieben Grad oder weniger zu montieren.

Schneeketten bis Dachbox

Diese Autoclubs vermieten mitunter auch Schneeketten. Dass diese ebenso greifbar bleiben wie etwa Scheibenfrostschutz oder Eiskratzer, sollte beim Bepacken bedacht werden. Weiterhin gehört Leichtes nach oben, schwere Gegenstände weiter nach unten, damit der Schwerpunkt des Autos niedrig bleibt. „Ein Auto mit einem erhöhten Schwerpunkt ist ganz grausig zu fahren“, sagt Andreas Keßler, Autoexperte des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB). Das gilt auch für das Bepacken der Dachbox. Auch dort sollten leichte und sperrige Gegenstände wie Ski und Skistöcke platziert werden. „Die schwereren Sachen gehören in den Kofferraum.“

Wichtig für Wohnmobil-Fahrer

Mit Platzproblemen haben Wohnmobil-Fahrer kaum Schwierigkeiten. Sie müssen vor der Tour aber einiges mehr beachten als Pkw-Fahrer. Neben den Frostschutzmitteln auch für den Kühler sollten sämtliche Gummidichtungen an Klappen und Türen mit einem Gummipflegemittel eingerieben werden, um ein Zufrieren zu verhindern, erklärt Thorsten Erhardt vom Wohnmobilhersteller Bürstner.

Darüber hinaus gibt es Winter-Isoliermatten für die Scheiben und den Fußboden des Fahrerhauses. Mit speziellen Winterpaketen werden Wasser- und Abwassertanks beheizt, damit diese auch bei Minusgraden funktionieren. Die Heizung selbst sollte auch bei Abwesenheit angeschaltet bleiben, um ein Auskühlen zu vermeiden. „Moderne Heizungssysteme lassen sich per App steuern. So kann man zum Beispiel von der Skipiste aus die Temperatur steuern, so dass bei Ankunft die gewünschte Wärme herrscht“, so Erhardt.

ADAC-Seite zur Winterreifenpflicht in Deutschland und im Ausland

ARCD-Seite zur Winterreifenpflicht in Deutschland

 Kostenpflichtig: In Alpenländern wie Österreich müssen Autofahrer vor der Fahrt eine Vignette kaufen. Foto: Robert Günther
Kostenpflichtig: In Alpenländern wie Österreich müssen Autofahrer vor der Fahrt eine Vignette kaufen. Foto: Robert Günther FOTO: Robert Günther
 Sichere Winterreise: Mit geeigneten Reifen müssen sich Autofahrer auf winterliche Straßen einstellen. Foto: Tobias Hase
Sichere Winterreise: Mit geeigneten Reifen müssen sich Autofahrer auf winterliche Straßen einstellen. Foto: Tobias Hase FOTO: Tobias Hase
 Spaß bei Sonne und Schnee: Damit die winterliche Ferienfahrt zum Genuss wird, bereiten Freizeitmobil-Kapitäne die Tour besser gut vor. Foto: CIVD
Spaß bei Sonne und Schnee: Damit die winterliche Ferienfahrt zum Genuss wird, bereiten Freizeitmobil-Kapitäne die Tour besser gut vor. Foto: CIVD FOTO: CIVD
 Wintermärchen im Caravan: Wintercamper brauchen weiteres Zubehör wie etwa einen weichen Besen, um das Dach von Schnee zu befreien. Foto: Regina Ammel
Wintermärchen im Caravan: Wintercamper brauchen weiteres Zubehör wie etwa einen weichen Besen, um das Dach von Schnee zu befreien. Foto: Regina Ammel FOTO: Regina Ammel
 Andreas Keßler ist Autoexperte beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Foto: Andreas Keßler
Andreas Keßler ist Autoexperte beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Foto: Andreas Keßler FOTO: Andreas Keßler
 Thorsten Erhardt vom Wohnmobilhersteller Bürstner. Foto: Simone Böttcher-Murr
Thorsten Erhardt vom Wohnmobilhersteller Bürstner. Foto: Simone Böttcher-Murr FOTO: Simone Böttcher-Murr
 Ausrüstung für die kalte Jahreszeit: Im Winter sollten Autofahrer ein paar mehr Utensilien mit an Bord nehmen. Foto: U. Kröner
Ausrüstung für die kalte Jahreszeit: Im Winter sollten Autofahrer ein paar mehr Utensilien mit an Bord nehmen. Foto: U. Kröner FOTO: U. Kröner
 Winterklassiker für die kalte Jahreszeit: Der Eiskratzer hilft beim Enteisen der Scheiben. Foto: Simon Kratzer
Winterklassiker für die kalte Jahreszeit: Der Eiskratzer hilft beim Enteisen der Scheiben. Foto: Simon Kratzer FOTO: Simon Kratzer
 Zusätzlicher Grip: Nötige Schneeketten sollten Autofahrer immer griffbereit im Fahrzeug verstauen. Foto: Sebastian Zintel
Zusätzlicher Grip: Nötige Schneeketten sollten Autofahrer immer griffbereit im Fahrzeug verstauen. Foto: Sebastian Zintel FOTO: Sebastian Zintel