Der Samstag-Wettkampf mit dem Olympischen Gewicht (25,4 Kilogramm) lief bei strömendem Regen und einer zumindest für Ralf Jossa ungewöhnlichen Wettkampfzeit von 9 Uhr morgens für den Wahrenbrücker in der Altersklasse M 40 nicht wie erhofft. Mit der Weite von 12,20 Metern setzte sich Ralf Jossa zwar gegen seine Konkurrenz durch, die Siegerweite war jedoch nicht zufriedenstellend. War Ralf Jossa doch mit dem Ziel angetreten, seinen eigenen deutschen Rekord von 13,26 Metern zu verbessern.

Hoch motiviert stellte sich Ralf Jossa am Sonntagnachmittag mit einer kleinen Fan-Gemeinde im Rücken seiner Konkurrenz im Wurf-Dreikampf - erneut bei kräftigem Regen. Der bisherige deutsche Rekord mit der Addition dreier Wurfweiten lag bei 63 Metern und die Weltbestleistung dieser Altersklasse bei 65,19 Metern. Mindestens den deutschen Bestwert wollte Ralf Jossa überbieten.

Der Wettkampf begann mit dem 10-Kilo-Gewicht. Gleich im ersten Versuch gelangen dem Athleten des SV Herzberg 28,46 Meter. Das war die Führung. In der zweiten Runde mit dem 12,5-Kilogramm-Gewicht steigerte sich Ralf Jossa im dritten Versuch auf sehr gute 24,93 Meter, womit er die Führung ausbaute. Auch in der schwierigsten Runde drei mit dem 15,88 Kilogramm schweren Gewicht gelangen Ralf Jossa von Versuch zu Versuch Steigerungen. Wurf Nummer Drei brachte die beste Leistung mit 19,81 Metern. Zusammengerechnet ergaben die Ergebnisse dann eine Weite von 73,20 Metern. Dies bedeutete nicht nur den Europameistertitel in der AK 40, sondern auch Weltrekord. Mit genau 8,01 Metern hatte Ralf Jossa den alten Bestwert in überragender Weise überboten.

Mit gut präparierten Anlagen war Jüterbog ein würdevoller Gastgeber für die nur alle zwei Jahre stattfindenden Europameisterschaften des Verbandes LSW Spezialsport Deutschland. red/Flöter/knk