Gunhild Hoffmeister ist eine Cottbuser Leichtathletik-Legende. Sie gewann in den 1970er-Jahren olympisches Silber und Bronze auf den Mittelstrecken. ,,Beim Frühlingsradeln bin ich zum ersten Mal", gibt die in Groß Köris (Dahme-Spreewald) lebende 67-Jährige zu. Christian Rudolph, das 400-Meter-Hürden-As aus dieser Zeit, hat sie ermutigt. Der Cottbuser Sportlehrer ist bei der von RUNDSCHAU und Antenne Brandenburg präsentierten, inzwischen 16. Radeltour ebenso Stammgast wie der Frankfurter Kugelstoß-Olympiasieger Udo Beyer. ,,Nicht nur Radsport-Asse von einst gibt es hier zum Anfassen, toll", sagt Gunhild Hoffmeister. ,,Ich komme bestimmt wieder."

Die von der Polizei gezählten gut 2000 Volksradler haben an diesem Sonntag überall Vorfahrt. Rote Ampeln gibt es weder in Cottbus-Schmellwitz, noch an der B 168 bei Willmersdorf oder an der Kreuzung Stadtring/Straße der Jugend. ,,Auch wenn die Defekthexe ab und an zugeschlagen hat, sind alle Radler gut ins Ziel gekommen", freut sich Axel Viertler. Der Geschäftsführer des Veranstalters RSC Cottbus spendiert im Radstadion ein Fünf-Liter-Bierfass an Hans-Joachim Kirschke, den mit 81 Jahren ältesten Frühlingsradler 2010.

Eine Zwei-Etappenfahrt hat der Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) hinter sich, als er den Derny-Wettbewerb-Sieger und Brandenburger ,,Radsportler des Jahres", Maximilian Levy, beglückwünscht. Szymanski war am Tag zuvor bereits die 70 Kilometer mit zum IBA-Finale nach Großräschen gefahren. ,,Trotzdem lasse ich mir das Frühlingsradeln nicht entgehen."

Gleich dreifaches Glück hatte Tombola-Hauptgewinnerin Juliane Wolf aus Lausitz (Elbe-Elster). Zuerst, weil ihre Eltern sie zum Mitradeln in Cottbus ,,überredet" hatten. Dann, weil die zuerst gezogene Losnummer für den Hauptgewinn nicht zugeordnet werden konnte. Und drittens, weil auf dem Nummernabschnitt der 26-jährigen Finanzbuchhalterin die danach gezogene 462 stand. Fortuna bescherte ihr ein superleichtes, weißes Aluminium-Mountainbike.