Das dreidimensionale Bild solle sofort die Blicke der Passanten anziehen, sagt die 43-Jährige. ,,Die Cottbuser sollen darauf aufmerksam gemacht werden, dass es den Park noch gibt, und für die Touristen soll er schon bei ihrer Ankunft ein Stück erlebbar werden", so Gabriela Weidner. Das Diorama, für das die Gestalterin brillante Farbfotografien von Thomas Kläber verwendet hat, fällt tatsächlich aus dem Rahmen. Es vermittelt allgemeine Informationen zum Park, zeigt das Schloss und seine Spiegelung im Wasser, dazu ein Parkpanorama und die Pyramiden. Ergänzt wird das Bild von Detailaufnahmen aus dem Schloss. Gezeigt werden die Blechen-Ausstellung, das Vestibül mit der Ahnengalerie und die Orienträume.

Gabriela Weidner, deren Plakate derzeit von den Cottbuser Litfasssäulen grüßen und auf die neue Ausstellung ,,Einfach kaiserlich!" über die Garten der Familie Bonaparte aufmerksam machen, zeigt sich als Anhängerin des Grünen Fürsten. ,,Als Cottbuserin bin ich mit dem Branitzer Park aufgewachsen", sagt sie.

Pückler sei eine sehr vielschichtige Gestalt, die immer wieder Entdeckungen bereithalte. ,,Wir wissen jetzt, dass seine Frau Lucie einen großen Anteil am Branitzer Park hat", sagt die Designerin. Von ihr sei die entscheidende Anregung zur Anlage des Landschaftsgartens gekommen. Bekannt geworden sei das aus Briefen, die Lucie von Hardenberg an ihre Tochter geschrieben hat. Zu den Arbeiten der Grafikdesignerin zählt auch die Broschüre für die Sonderausstellung ,,Die grüne Fürstin - Lucie von Hardenberg - Die Frau Fürst Pücklers", deren Eröffnung die Branitzer Stiftung für den 19. Mai angekündigt hat. Außerdem habe sie einen Katalog für den Cottbuser Holzbildhauer Hans-Georg Wagner über seine Arbeit an der Horno-Eiche gestaltet.

Nach ihrem Studium an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin und an der Fachhochschule Potsdam, so Gabriela Weidner, sei es für sie klar gewesen, nach Cottbus zurückzukehren. ,,Ich bin mit der Stadt verwachsen", sagt sie.

Im vergangenen Jahr habe sie zusätzlich zu ihren Arbeiten in der Ausstellungs- und Buchgestaltung, im Web-Design, in der Fotografie und Außenwerbung die Schmuckgestaltung für sich entdeckt. ,,Ich finde es spannend, nicht nur am Computer zu sitzen, sondern mit meinen Händen etwas zu tun", sagt die 43-Jährige. Als Ausgangsmaterial dienen ihr dazu eigene Keramik und Silberdraht. Für Keramik habe sie sich schon lange interessiert, sagt die Cottbuserin. ,,Wenn es klein und fummelig wird, dann wird's interessant für mich."

Ihr Atelier hat Gabriela Weidner in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße. ,,Eigentlich mache ich dort von früh bis abends Sachen, an denen ich Spaß habe", bekennt die Designerin. Während Schmuck aus ihrer Werkstatt unter anderem in der jüngsten Weihnachtsausstellung im Atelier Wagner zu sehen war, hat die Stadt- und Regionalbibliothek Cottbus ebenfalls im vergangenen Jahr Illustrationen zu weihnachtlichen Geschichten von Gabriela Weidner gezeigt.