Eine scharfe Maschinenpistole auf einem Kinderspielplatz zu verstecken - das war vielleicht nicht die klügste Idee. Wo sonst wird so viel gebuddelt, jeder Stein umgedreht und jede Ecke ausgiebig erkundet? Deswegen soll der 29-jährige Angeklagte dann auch Stress mit seinem Auftraggeber bekommen haben, der ihm - laut Anklage - die Waffe zur Aufbewahrung anvertraut hatte. Denn prompt stießen spielende Kinder in einem Gebüsch in Düsseldorf auf das Versteck samt Kriegswaffe, Schalldämpfer und 53 Schuss Munition. Zum Glück verzichteten die Kinder auf Schießübungen und übergaben das verdächtige Ding den Eltern.

Vor dem Düsseldorfer Amtsgericht scheint es für die Verteidigung am Mittwoch dennoch zunächst nach Plan zu laufen: Alle drei Angeklagten schweigen zu den Vorwürfen. Und der Hauptzeuge der Anklage erscheint nicht zum Prozess. Als dann ein Polizist in den Zeugenstand tritt, sorgt der für eine faustdicke Überraschung: Ein V-Mann habe ihm kurz vor dem Prozess mitgeteilt, dass der 29-jährige Angeklagte selbst erzählt habe, dass er die Waffe auf dem Spielplatz versteckt habe. Daraufhin beantragen die Anwälte die Aussetzung des Verfahrens.