Aber er könne nicht für die Fehler der anderen geradestehen.

Der Prozess um das Drama war direkt nach dem Auftakt vergangene Woche wegen eines Anwaltsstreiks in Italien verschoben worden. Am Mittwoch wurde das Verfahren in Grosseto nun mit langwierigen Verfahrensfragen fortgesetzt.

Francesco Schettino war braun gebrannt und in dunklem Anzug vor Gericht erschienen. Dem 52-Jährigen werden mehrfache fahrlässige Tötung und Körperverletzung, Havarie und Verlassen des Schiffes noch während der Evakuierung vorgeworfen. Schettinos Verteidiger beantragten erneut eine ausgehandelte Strafe von drei Jahren und fünf Monaten für ihren Mandaten. Die Anklage sieht in ihm jedoch den Hauptverantwortlichen für das Drama. Nach Ansicht von Staatsanwalt Francesco Verusio bestehen an Schettinos Schuld keine Zweifel, nur die Höhe der Strafe müsse festgelegt werden. "Wir sind optimistisch, dass der Prozess in kurzer Zeit zu Ende geht, innerhalb der ersten Hälfte des Jahres 2014", sagte er.