Aus Sicht des Verteidigers könne man seinen Mandanten allenfalls wegen einfachen Totschlags verurteilen. Er plädierte daher auf eine maximale Haft von sieben Jahren. Der Prozess wird am 31. März fortgesetzt. Dann könnte das Urteil gesprochen werden.

Aus Sicht der Anklage steht fest, dass der 48-Jährige an Himmelfahrt 2014 im Rausch zwei seiner Zechkumpanen - eine 47-Jährige und einen 50-Jährigen - getötet hat. Nüchtern sei der Angeklagte "freundlich und hilfsbereit", sagte der Staatsanwalt. Unter Alkohol werde er jedoch extrem aggressiv, was auch Vorstrafen wegen Körperverletzungen zeigten. Die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt sei zwingend, betonte der Staatsanwalt, eine Sicherungsverwahrung nach der Haft aber nicht. Das Motiv habe nicht abschließend geklärt werden können. In der Anklage war noch von einer Beziehungstat die Rede gewesen.

Die beiden Leichen wurden am 1. Juni 2014 nackt in zwei Reisekoffern verpackt von Spaziergängern an einem Bahndamm im Stuttgarter Schlossgarten gefunden.