In der Kartoffelküche hatte Marita Roick vom Dorfkrug den Hut auf. Aus den schmackhaften Früchten, Zwiebeln, Salz, Pfeffer und Fett entstanden schließlich überaus leckere Bratkartoffeln.

Besondere Spezialität waren Folienkartoffeln. Dabei wurden die Erdknollen in Alufolie eingewickelt, aufgeschnitten und mit einem Quarkdressing versehen.

Damit alle Gäste satt werden, hatte Erhard Lehmann, Vorsitzender des Vereins "Traditionelle Landtechnik und bäuerliche Lebensart Proschim", extra zwei Zentner Kartoffeln aus Lindchen organisiert. In Proschim selbst werden die Früchte zwar noch in manchen Gärten angebaut, allerdings nicht mehr großflächig auf den Feldern.

Auf dem Mühlenhof zugegen war auch der Spremberger Bäckermeister Jörg Sperling. Er kreierte im dortigen Holzbackofen schmackhafte Brote. "Das Holzaroma überträgt sich auf den Geschmack des Brotes. Zudem wird die Kruste dicker", erklärte der Fachmann. Werde Kartoffelbrot gebacken, schmecke man die Erdknollen gar nicht weiter. Dafür würden die Früchte für eine Lockerheit des Brotes sorgen.

Allerdings munden den Proschimern nicht alle Kartoffelprodukte. So hatte Marita Roick vor einigen Jahren Kartoffelkuchen angeboten. "Der war nicht jedermanns Sache", so die Gastfrau.

Darüber hinaus schaute beim Kartoffeltag der Vater des Kartoffelanbaus in Preußen, der Alte Fritz, vorbei. Der Hornower Rüdiger Budeck hatte sich mächtig in Schale geworfen und verkörperte das Original täuschend echt.