„Ich bin nach Berlin gezogen und freue mich darauf, hier einen neuen Anfang zu finden“, ließ Hassmann ausrichten. Und eine Boulevardzeitung notierte bereits, wie Becker nach dem „Ehe-Aus“ Berlin besuchte – „Trost-Gepäck: Yoga-Matratze und Lenny Kravitz“.

Dass VIPs Umzugspläne hegen oder zumindest vor Reportern die Vorzüge der „Arm, aber sexy“-Metropole preisen, ist nicht neu. So könnten eigentlich schon Lady Gaga und Rupert Everett im Bermuda-Dreieck von „Borchardt“, „Soho House“ und Hotel Adlon unterwegs sein. Vor Jahren machte einmal das Gerücht die Runde, Brad Pitt und Angelina Jolie wollten sich eine Immobilie in Berlin zulegen.

Schwer zu überblickenGanz so glamourös sieht die Wirklichkeit dann doch nicht aus, auch wenn zu Berlinale-Zeiten Leonardo DiCaprio im Szenerestaurant „Grill Royal“ speiste. Wer tatsächlich alles in Berlin wohnt, ist schwer zu überblicken.

Mancher geht auch einfach nur mal shoppen oder hat hier eine Pressekonferenz zu erledigen. Gesichtet wurden in jüngster Zeit: Jürgen Vogel, Jogi Löw, Matthias Schweighöfer, Eberhard Diepgen und Gerhard Schröder. Altplayboy Rolf Eden ist auch für Neu-Berliner gut erkennbar – dank seiner blonden Mähne und des Rolls Royce.

Der Luxus-Makler Engel & Völkers hat noch keine steigende Nachfrage bei der Blitzlicht-Klientel bemerkt. „Die Prominenz war schon immer da“, heißt es dort. Gefragt sind nach wie vor die Villenviertel im Südwesten.

Thomas Gottschalk könnte sich an seinem ARD-Kollegen Günther Jauch orientieren, der in Potsdam wohnt. Gottschalk, der bisher zwischen Kalifornien und Schloss Marienfels in Rheinland-Pfalz pendelte, verlegt wegen seiner neuen Talksendung seinen Wohnsitz Richtung Berlin, wie er kürzlich durchblicken ließ. „Ich bin unterwegs, ante portas (vor den Toren).“

Auch Panik-Rocker Udo Lindenberg, Hoteldauergast an der Alster, machte schon in einem Interview den Eindruck, er wolle an die Spree ziehen. „Es gibt einen großen Lockefinger Richtung Berlin.“ Danach ruderte Lindenberg zurück – und im Hotel Adlon hat er noch keine Dauersuite gebucht. Hamburg kann aufatmen.

Treffen bei Friseur Walz„Nicht nur Promis, auch andere ziehen nach Berlin“, hat Star-Friseur Udo Walz beobachtet. Bei ihm kann Barbara Becker unterschlüpfen. „Wir sind sehr eng.“ Ob die 45-Jährige nach der Trennung von Künstler Arne Quinze schon bei ihm auf dem Coiffeurstuhl saß, lässt sich Walz nicht entlocken.

Aber dass Frauen generell bei einem neuen Lebensabschnitt eine neue Frisur wollten, stimme, sagt Walz. „Das ist so – erstaunlich.“