Nach den 15 dreistimmigen Inventionen von Johann Sebastian Bach erklang die Sonate Nummer 8 c-moll ,,Pathetique". Nach kurzer Pause folgten zehn Stücke von Sergej Prokewjew aus dem Ballett ,,Romeo und Julia" in der eigenen Bearbeitung des gebürtigen Moskauers.

,,Sehr beeindruckend und anspruchsvoll", urteilte Michaela Dolk aus Forst über das beinahe dreistündige Konzert. ,,Ich bin restlos begeistert", erklärte Hannelore Brünner aus Berlin. ,,Nicht optimal", fand hingegen ihr Begleiter Heinz Röthinger. Damit meinte er jedoch ausschließlich Flügel und Akustik im Saal. Dies sei nicht der Rahmen, der diesem Künstler gebühre. Katsnelsons Anreise nach Forst hatte sich recht ungewöhnlich gestaltet. Aufgrund ausgefallener Flüge nahm er ab Moskau die Strapazen einer 24-stündigen Zugfahrt auf sich. Seiner Freundschaft zu Michael Schulz, dem kaufmännischen Geschäftsführer der W. Sauer Orgelbau GmbH in Frankfurt/Oder sowie wiederum dessen sehr guten persönlichen Beziehungen zu Pfarrer Christoph Lange sei das Konzert in Forst zu verdanken, sagte Jacob Katsnelson.