Der ärztliche Direktor bildet als Vertreter der leitenden Ärzte gemeinsam mit dem Geschäftsführer und der Pflegedirektorin die Betriebsleitung des Klinikums. Darüber informiert das Klinikum in einer Pressemitteilung.

Das Aufgabenspektrum des ärztlichen Direktors sei überaus vielfältig. So obliege es ihm, die ärztliche und medizinische Versorgung zu leiten und sicherzustellen. Er führt laut Mitteilung in ärztlichen Belangen die Aufsicht über die Leitung des Pflegedienstes, überwacht die Durchführung aufsichtsbehördlicher Anordnungen im medizinischen Bereich ebenso wie die Wahrung der gesetzlichen Verpflichtungen. Er stellt die Krankenhaushygiene und die Teilnahme am Rettungsdienst sicher, plant und koordiniert den ärztlichen Aufnahmedienst sowie die Unterbringung der Patienten im Krankenhaus.

Im Elbe-Elster Klinikum wird dieses Amt neben der Chefarztposition und über einen begrenzten Zeitraum ausgeübt. "In Zeiten einer immer wieder neu herausfordernden Gesundheitspolitik fällt dem ärztlichen Direktor auch eine äußerst wichtige Rolle in der Zukunftssicherung des Klinikums zu", sagt Geschäftsführer Michael Neugebauer. Der strategische Aspekt seiner Arbeit werde immer wichtiger, etwa bei der Verankerung neuer Gesundheitsdienstleistungen in der Region.

"Die Sicherung der vorhandenen Qualität zum einen und die stetigen Gestaltungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten zum anderen sind die wesentlichen Aufgaben des Amtes", betont Prof. Dr. Reinehr. Dabei setzt er auf einen integrierenden, moderierenden und motivierenden Arbeitsstil, der die feste Verankerung aller drei Standorte untereinander und in der Region zum Ziel hat.

Seit seinem Dienstantritt im Krankenhaus Herzberg hat Prof. Dr. Reinehr maßgeblich dazu beigetragen, das medizinische Leistungsangebot des Klinikums zu erweitern und auszubauen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die von ihm in Herzberg etablierte interventionelle Endoskopie ermöglicht sehr schonende Eingriffe für die Patienten und ist in der weiteren Umgebung ein Alleinstellungsmerkmal des Klinikums.

Außerdem hat Prof. Dr. Reinehr im Klinikum ein Tumorboard mit initiiert, das Krebspatienten interdisziplinär betreut und den ambulanten und stationären Bereich stärker vernetzt. Der 39-jährige Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Hepatologie, Medikamentöse Tumortherapie und Intensivmedizin kam 2012 vom Universitätsklinikum Düsseldorf nach Herzberg. Er studierte Medizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, an der Universität Bern und an der Mount Sinai School of Medicine (NY), und wurde 2001 mit summa cum laude zum Dr. med. promoviert. Er begann seine ärztliche Laufbahn 2001 als Assistenzarzt an der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie am Universitätsklinikum Düsseldorf, an der er bis 2012 zuletzt als Oberarzt arbeitete. In einem weiteren Qualifikationsschritt habilitierte sich Dr. Reinehr 2006 und wurde zum Privatdozent ernannt, bevor er 2011 durch die Medizinische Fakultät der Universität Düsseldorf eine Professur für Innere Medizin verliehen bekam.

Prof. Reinehr kann zudem auf über 100 Publikationen und eine Reihe von Stipendien und Förderpreisen verweisen.