(VRS) Der Ansturm auf das frische Obst, junge Obstbäume aus den Baumschulen und so manchen Leckerbissen hat schon gleich nach der Eröffnung begonnen: Der Pomologische Garten in Döllingen besteht seit 25 Jahren und hat das Apfelfest gebührend gefeiert.

Die ungekrönte Apfelkönigin und Cheforganisatorin der derzeitigen Apfeltage Andrea Opitz erinnert sich: „Der erste Apfeltag fand in der Elstermühle in Form eines Seminars statt, mit damals 30 Leuten. Ein Jahr später bot das Kreismuseum Bad Liebenwerda die Kulisse. Wir haben massenweise Pflaumenmus gekocht“, erklärt die Vorsitzende des Kerngehäuse-Vereins.

Danach ist der Apfeltag in Richtung Döllingen umgezogen, in den Schafstall. „Ohne ihn würden wir heute nicht hier stehen“, ist sich Andrea Opitz sicher. Gemeint ist der „Apfelpapst“ Klaus Dietrich aus Plessa, der Organisator und geistige Vater des Pomogartens in Döllingen. Als ehemaliger NVA-Offizier auf dem Schießplatz in Hohenleipisch, der auch schon von großflächigen und durchdachten Planungen geprägt war, hat Klaus Dietrich quasi den Beruf zum Hobby gemacht und an der Planung des Pomogartens wesentlich Hand angelegt.

In der ihm gegebenen Naturverbundenheit war die Pflege und Bewahrung der alten Obstbaumlandschaft und der Erhalt alter Obstsorten der wesentliche Grund für den Aufbau des Pomogartens. Zum 265-jährigen Bestehen des Gartens erhielt Klaus Dietrich zur Ehrung einen silbernen Präsentkorb mit einem umfangreichen Sortiment der im Garten mittlerweile angebauten Produkte.

Mit der Grundsteinlegung im Jahr 2000 wurde dieses schöne Fleckchen Erde als Festplatz etabliert. Seit dem findet der Apfeltag in Döllingen statt. Viele Menschen freuen sich schon Wochen vorher auf dieses schöne Herbstfest zwischen Himmel und Erde, mitten in der Natur. „An kaum einem anderen Ort sei die Verbundenheit von Natur und Gott besser zu sehen und zu vermitteln“, sagte Pfarrerin Marie- Luise Zott aus Elsterwerda während des Festgottesdienstes unter freiem Himmel.

Einst mit 30 Gästen begonnen, bewegen sich die Besucherzahlen in den letzen Jahren immer wieder um die 5000. Insgesamt an die Hundert Mitwirkende vor und hinter den Kulissen sorgen in jedem Jahr für ein gelungenes Fest.