"Seit dem 25. Juni werden Tankstellen unter dem Logo von Apexim im westlichen Grenzgebiet Polens nach und nach wiedereröffnet", sagt Gromadzki. Sie waren wegen der komplizierten Rechtslage nach dem Tod ihres Inhabers zwischenzeitlich geschlossen worden.

Bei Apexim arbeiten nach Angaben des Firmenvertreters etwa 200 Mitarbeiter. "In den letzten drei Wochen war kein Arbeitsplatz in der Firma bedroht. Die Beschäftigten bewachten das Firmenvermögen an den Tankstellen und führten eine Bestandsaufnahme durch", erklärt Robert Gromadzki. Die Tankstellen-Mitarbeiter in Bogatynia (Reichenau) hätten ihren Arbeitsplatz zudem noch vor Hochwasser schützen müssen.

"Solide Bausteine unserer Firma gaben uns die Möglichkeit, in dieser Situation fortzubestehen. Wir können deswegen optimistisch in die Zukunft schauen. Wir entwickeln uns weiter", betont der Vorstandsvorsitzende von Apexim AB, Michal Pytko. In diesem Jahr wurde die 15. Apexim-Tankstelle geöffnet, eine weitere wird geplant.

Hintergrund für die Schwierigkeiten in der Firma war der Tod des Inhabers Adam Baranowski, der Anfang Juni tot in seiner Wohnung gefunden wurde. Nach Medienberichten war Baranowski erwürgt worden.

Ein Zusammenhang des Todes mit einer spektakulären Aktion, die Wochen zuvor für Schlagzeilen in vielen Medien sorgte, wurde indes zunächst ausgeschlossen. In der Nacht vom 20. auf den 21. April hatte ein Kommando bewaffneter Männer, angeblich im Auftrag Baranowskis, die Tankstelle eines Konkurrenten in Krajnik Dolny bei Schwedt besetzt. Hintergrund war ein Streit um die Tankstelle.

Baranowski galt als einer der 500 reichsten polnischen Unternehmer. Er war unter anderem als Unternehmer des Jahres in Polen ausgezeichnet worden. Nach seinem Tod war über den Fortbestand der zahlreichen Tankstellen in Grenznähe spekuliert worden.