Für Thomas Ballerstaedt begann damit der erste offizielle Tag in seiner neuen Funktion als Chef von 170 Mitarbeitern der Polizei in Elbe-Elster. Schon in der Woche zuvor hatte er Gespräche mit seinen neuen Mitarbeitern geführt, hatte die laufenden Geschäfte von Lutz Stensel übernommen, der als amtierender Schutzbereichsleiter bis dahin den Hut im Landkreis aufhatte.

Neben der Polizeiinspektion in Finsterwalde gibt es seit dem gestrigen Dienstag noch zwei Polizeireviere in Herzberg und Elsterwerda. Die Wach- und Streifendienste an allen drei bisherigen Polizeistandorten im Landkreis gehören zur Inspektion in Finsterwalde. „In Herzberg und Elsterwerda ist wie bisher mindestens ein Streifenwagen rund um die Uhr verfügbar. Da hat sich nichts verändert“, betont der Inspektionsleiter. Die Fahrzeuge werden von Finsterwalde aus zentral geführt. An den Standorten gibt es weiter Revierleiter: in Elsterwerda Toralf Kohl und in Herzberg Wolfgang Saaro, der bisher Koordinator der Revierpolizei war. Der bisherige Herzberger Wachenleiter Eberhard Urban leitet innerhalb der Inspektion Elbe-Elster das Kriminalkommissariat mit insgesamt 22 Mitarbeitern. Manuela Pfennig ist Chefin für den Bereich Prävention. Die Entscheidung über die Führungskräfte ist endgültig in der vorigen Woche gefallen. Bis spätestens Mitte November sollen schrittweise alle weiteren Mitarbeiter über ihren Platz im Gefüge der neuen Polizeistruktur Klarheit haben.

Um den Bürgern mit der Strukturreform einhergehende Befürchtungen zu nehmen, betont Thomas Ballerstaedt: „Die Polizei bleibt 24 Stunden am Tag präsent.“ Die Annahme von Anzeigen erfolge während der Sprechzeiten, aber in den Revieren sei auch rund um die Uhr jemand da. Zumindest sei das in absehbarer Zeit der Fall, weil die Polizeigebäude in Elsterwerda und Herzberg ja auch einer Sicherung bedürfen. „Wenn also außerhalb der Sprechzeiten jemand kommt, wird er nicht abgewiesen“, verspricht der Inspektionsleiter.

Mit dem Verweis auf die rückläufige Bevölkerungsentwicklung betrachtet der Inspektionsleiter die Zahl der Polizeibediensteten, die bis 2020 auf 130 sinken soll, durchaus als verhältnismäßig. Der gebürtige Prösener ist angetreten, den Ruf von Elbe-Elster als sicherstem Landkreis in Brandenburg auch in Zukunft zu sichern. Mit der Einschränkung allerdings, dass er bei der Verkehrssicherheit wieder errungen werden müsste.