Am Automaten der Sparkasse Spree-Neiße im Blechen-Carré konnten die Beamten die beiden Männer (40 und 36 Jahre) dann festnehmen. Die Betrugsmasche wird als Cash-Trapping bezeichnet. Dabei bringen die Täter eine mit doppelseitigem Klebeband versehene Attrappe am Geldausgabeschlitz an. Das Geld bleibt in der Falle hängen. Verlässt der Kunde Dinge die Bank, holen sich die Täter in einem unbeobachteten Moment das Geld und beseitigen die Attrappe.

In den vergangenen Wochen wurden mehrfach Geldautomaten im Cottbuser Stadtgebiet manipuliert. Ob die beiden Festgenommenen für diese Taten verantwortlich sind, muss jetzt geklärt werden. Dienstgruppenleiterin Kerstin Albrecht gegenüber der RUNDSCHAU: "Dafür müssen jetzt die Videos der Überwachungskameras ausgewertet werden." Die Ermittlungen hat das Landeskriminalamt übernommen.

Bei Cash-Trapping rät die Polizei, in jedem Fall am Geldautomaten zu bleiben, bis Hilfe kommt. Auch von vermeintlich hilfsbereiten Fremden sollte sich der Betroffene nicht weglocken lassen. Hat die Bank geschlossen oder steht der Automat außerhalb des Geldinstitutes, sollte schnell die Polizei verständigt werden. Auch am Automaten lassen sich Telefonnummern finden, die in solchen Notfällen weiterhelfen.