Ein neues Update für Pokémon Go ist da. Bei den Nutzern in der Lausitz kommen die Neuerungen allerdings nicht alle gut an, und auch in den sozialen Netzwerken hagelt es Kritik. Der Spielehersteller Niantic berücksichtigt zwar viele von Fans gemeldete Fehler, jedoch teilweise anders als erwartet.

So hat sich der Entwickler den Fußspuren-Fehler vorgenommen. Eigentlich soll eine Leiste mit Hilfe von Fußspuren anzeigen, welches Pokémon sich in der Nähe des Spielers befindet - doch diese Funktion ist bereits seit dem Start der App fehlerhaft.

"Statt diesen Fehler endlich zu beheben, wurde durch das Update die Funktion einfach ganz entfernt", regt sich Daniel Schmidt aus Cottbus auf. Der 22-Jährige ist eigentlich ein begeisterter Pokémon-Jäger. "Niantic sollte mehr Energie darauf verwenden, die App zu verbessern, statt sie in immer mehr Ländern an den Start zu bringen", findet der Student.

Auf seiner Facebook-Seite hat sich das Unternehmen bereits zu den kritischen Stimmen geäußert. "Im Zuge der Änderungen haben wir die 3-Schritt-Anzeige entfernt, um die darunter liegende Konstruktion zu verbessern", heißt es von Niantic. "Die ursprüngliche Funktion, obwohl von vielen genossen, war auch verwirrend und hat nicht unser zugrunde liegendes Produktziel erreicht."

Weiterhin sei sich der Hersteller darüber im Klaren, dass viele Spieler diese Funktion vermissen. Schließlich war die Fußspuren-Funktion eine Schnittstelle zu externen Seiten wie Poké Vision oder Poké Huntr, auf denen die Pokémon in Echtzeit aufgelistet wurden. Diesen Trick, die fehlerhafte Funktion zu umgehen, kannten aber nicht alle Spieler. Seit dem Update haben die externen Seiten nun auch keinen Zugriff mehr auf das Spiel. "Durch die Einbindung von Poké Vision und Co. hatten einige Spieler dann einen Vorteil", weiß Thomas Simmack. Er hat Verständnis für das Wegstreichen der Funktion. "Sie sollte erst wieder eingebaut werden, wenn sie funktioniert und alle Spieler dann die gleichen Möglichkeiten haben."

Mit dem Update kommen aber noch weitere Änderungen zum Tragen. So werden vor jedem Spielstart zusätzliche Sicherheitswarnungen eingeblendet. Damit sollen die Zocker zu noch mehr Vorsicht und Aufmerksamkeit angehalten werden. "Wenn ich mit dem Handy auf Pokémon-Jagd gehe, bin ich schon ziemlich auf mein Handy fokussiert", räumt die 24-jährige Alina Rudolf ein. Die zusätzlichen Warnungen können daher ihrer Meinung nach nicht schaden. "Natürlich weiß ich aber auch so, dass ich beim Spielen nicht Auto fahren sollte und keine Privatgrundstücke betreten darf."

Eine weitere Änderung mache das kleine Mädchen in ihr besonders glücklich. "Ich kann jetzt auch noch im Nachhinein das Aussehen meiner Spielfigur verändern", grinst die Studentin. Der Spielername allerdings bleibt unveränderbar.

Weiterhin wurde mit dem Update der Akkuspar-Modus unter iOS gestrichen und die Schadenswerte für Pokémon-Attacken überarbeitet. Einige Attacken wurden dabei geschwächt, einige gestärkt. "Bodyslam wurde zum Beispiel geschwächt, Solarstrahl und Matschbombe aufgewertet", erklärt der Student Daniel Schmidt.

Auch einige Animationen in den Arenen wurden überarbeitet, und die Pokémon-Übersichtsseite wurde neu gestaltet. "Die Medaillenbilder wurden teilweise ersetzt", weiß Thomas Simmack. Insgesamt gefallen ihm die Layoutänderungen der Menüpunkte gut.