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Pokal-Titelverteidiger muss die Segel streichen

Eine klare Angelegenheit am Sonntag: Herzberg setzte sich in Lauchhammer mit 5:0 durch.
Eine klare Angelegenheit am Sonntag: Herzberg setzte sich in Lauchhammer mit 5:0 durch. FOTO: Mirko Sattler/sam1
In der 2. Hauptrunde im Fußball-Kreispokal Südbrandenburg ist für die Reserve von Brieske Senftenberg in Oppelhain schon Endstation. Marco Kloss / mkl1

2. Hauptrunde Kreispokal Südbrandenburg Neben dem Ausscheiden von Bad Liebenwerda und Germania Ruhland, musste auch der Titelverteidiger Brieske II die Segel streichen.

TSG Lübbenau - SV Blau-Weiß Lindenau 6:4 n. V. (2:0, 3:3). Tore: 1:0 Graichen (35.), 2:0 Alkhatib (44.), 3:0 Zeini (60.), 3:1 Klaus (70.), 3:2 Hötger (76./Foulelfmeter), 3:3 Schumann (76.), 4:3 Jankowiak (95.), 4:4 Pätzold (98./Eigentor), 5:4 Penschke (98.), 6:4 Alkhatib (117.); Schiedsrichter: Peters (Ruhland); Zuschauer: 33.

FSV Groß-Leuthen/Gröditsch - SV Eintracht Lauchhammer 1:3 (0:3). Tore: 0:1 Heinze (9.), 0:2 Matsch (15.), 0:3 Riemer (21.), 1:3 Heinrich (53.); Schiedsrichter: Godlinski (Lübben); Zuschauer: 35.

Bevor die Hausherren den Respekt vor dem höherklassigen Gegner ablegten, stand es schon schnell 0:3. Die Gäste präsentierten sich mit der deutlich besseren Spielanlage und der höheren Laufbereitschaft. Weitere gute Chancen blieben ungenutzt, so dass es beim 0:3 zur Pause blieb. In der zweiten Hälfte kämpfte sich der FSV in die Partie und kaufte der Eintracht durch Einsatz, Willen und Kampf den Schneid ab. Mit dem 1:3 keimte sogar Hoffnung auf die Wende auf, da Sturmtank Milke zweimal gegen den Keeper scheiterte. Dank der sehr guten ersten Halbzeit setzte sich der Favorit nicht unverdient durch, Groß Leuthen erarbeitete sich aber mit einer starken Leistung den Respekt des Gegners.

FSV Rot-Weiß Luckau - SSV Alemannia Altdöbern 5:2 (2:2). Tore: 0:1 Franke (5.), 1:1 Mikolajek (23.), 1:2 Franke (25.), 2:2 Krause (31.), 3:2 Seinwill (64.), 4:2 Mikolajek (87.), 5:2 Kölling (89.); Schiedsrichter: Werner (Finsterwalde); Zuschauer: 78.

Ohne zahlreiche Stammspieler hielten die Gäste, dank des immer weiter treffenden Florian Franke, das Spiel lange Zeit offen und hofften im zweiten Abschnitt vielleicht auf das Weiterkommen. Mit drei Treffern der Hausherren blieb dieses Unterfangen aber erfolglos.

FC Bad Liebenwerda - ESV Lok Falkenberg 0:4 (0:3). Tore: 0:1 Kretschmer (18.), 0:2 Spiegel (33.), 0:3 Lehmann (37.), 0:4 Blumberg (56./Foulelfmeter); Schiedsrichter: Sehmisch (Uebigau); Zuschauer: 150.

Der ESV gewinnt das Spiel gegen die Kurstädter verdient. Schon im ersten Durchgang legte man gut vor. Die Führung erzielte Nick Kretschmer per Heber. Noch sehenswerter das 2:0 durch Felix Spiegel mit einem Freistoß aus 25 Metern in den Winkel. Lehmann erhöhte dann zur beruhigenden Pausenführung. Im zweiten Durchgang wurde Nick Kretschmer bei einem Dribbling im 16er gefoult. Blumberg verwandelte den fälligen Elfmeter zum 0:4-Endstand.

VfB Finsterwalde - SV Preußen Elsterwerda 2:0 (1:0). Tore: 1:0 Niemann (11.), 2:0 Falkenhahn (76./Handelfmeter); Schiedsrichter: Tondera (Lauchhammer); Zuschauer: 35.

Gleich zu Beginn versuchte der Gast aus Elsterwerda, das Spiel an sich zu reißen, doch die Abwehr des VFB konnte durch geschicktes Stellungsspiel die erste Druckphase abwehren und überraschend mit einem gut herausgespielten Konter 1:0 in Führung gehen. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit hatte der VFB weitere gute Möglichkeiten, das Ergebnis höher zu gestalten. Elsterwerda war von der Spielweise der Kreisklassenmannschaft aus Finsterwalde überrascht. In der zweiten Hälfte war es ein ausgeglichenes Spiel beider Mannschaften, ein Klassenunterschied war nicht festzustellen. Durch ein Handspiel im Strafraum und den dadurch verwandelten Elfmeter war die Überraschung perfekt. Der VfB ging mit 2:0 in Führung und verwaltete das Ergebnis bis zum Ende des Spiels.

SV Linde Schönewalde - BSG Chemie Schwarzheide 5:1 (1:0). Tore: 1:0 Theuergarten (21.), 2:0 Lehmann (53.), 2:1 Noack (59.), 3:1 Lüderitz (61.), 4:1 Maffert (61.), 5:1 Lehmann (90+3.); Schiedsrichter: Dörfer (Zobersdorf); Zuschauer: 55.

Die Gäste aus Schwarzheide fanden zu Beginn besser in das Spiel. Es schlichen sich extreme Fehler im Spielaufbau und im taktischen Bereich ein, was Schönewalde clever nutzte und mit schnellem Umschaltspiel zum Erfolg kam. In der zweiten Hälfte versuchten die Gäste, es besser zu machen. Viele Stellungsfehler in der Abwehr und ein an diesem Tag unglücklich agierender Torwart machten es dem Gegner leicht, das Ergebnis auszubauen. Nach einer Umstellung drückte man plötzlich noch einmal auf das Heimtor und erzielte das 2:1. Schon im Gegenzug trafen die Linde-Kicker unter gütiger Mithilfe der Gäste zum 3:1. Gute Gelegenheiten, zum Erfolg zu kommen, vergaben die Gäste aber kläglich. Schönewalde kombinierte nach Belieben und schraubte das Ergebnis noch in die Höhe.

SV Großräschen - VfB Hohenleipisch II 1:4 (0:1). Tore: 0:1 Schönheid (44./Eigentor), 0:2 Lehmann (75.), 1:2 Sebischka (86.), 1:3 und 1:4 Gutsche (88./90+1.); Schiedsrichter: Baumann (Guteborn); Zuschauer: 70.

Der SV Großräschen ist nach einem rassigen Pokalkampf gegen die personell ordentlich aufgestockte Reserve des VfB Hohenleipisch ausgeschieden. Von Beginn an schenkten sich beide Mannschaften nichts. Die besseren Möglichkeiten besaßen zunächst aber die Gäste, ohne dass sie allerdings zu einem Torerfolg kamen. Erst nach etwa einer Viertelstunde wurden auch die Hausherren aktiver und arbeiteten sich auch vor das Gästetor. Nach einer halben Stunde jubelten erstmals die Gäste. Nach einem Eckball pfiff der Schiedsrichter den Torerfolg zurück, weil der Flankenball schon die Torlinie überschritten hatte. Der Knackpunkt folgte kurz vor der Halbzeitpause. Zunächst besaß der SVG die Riesenchance zur Führung. Stefan Klotz setzte zum erfolgreichen Solo an, passte quer zu Hannes Jungnickel, der den Ball knapp neben den rechten Pfosten setzte. Fast im Gegenzug klärten die Hausherren nur mit Mühe zur Ecke, die Erik Schönheid unglücklich ins eigene Netz beförderte. Somit ging man statt einer möglichen Führung mit einem unnötigen Rückstand in die Kabinen. Nach einer weiteren Großchance zu Beginn des zweiten Durchgangs waren die Gäste routiniert am Verwalten und mussten 20 Minuten vor dem Ende gegen einen Kopfball von Winkler wachsam sein. In der Schlussphase, nachdem die Hausherren volles Risiko gingen, bauten die Gäste das Ergebnis aus.

Germania Peickwitz - Germania Ruhland 5:4 n. V. (4:2, 4:4). Tore: 1:0 und 2:0 Amsel, C. (20./22.), 2:1 Nitzsche (28.), 3:1 Wienholz (31.), 4:1 Amsel, C. (40.), 4:2 Nopper (42./Eigentor), 4:3 Nitzsche (63.), 4:4 Köckritz (67.), 5:4 Amsel, C. (96.); Schiedsrichter: Wickfeld (Annahütte); Zuschauer: 175.

Überraschung perfekt. Die gestandene Kreisoberligamannschaft aus Ruhland wollte zu Beginn in Ruhe das Spiel aufziehen, hatte dabei aber Probleme mit der schnell umschaltenden Peickwitzer Mannschaft, die die Gäste ein ums andere Mal auskonterten. Auf Seiten der Gäste war Nitzsche der Schlüsselspieler der Gemanen, wobei Clemens Amsel bei Peickwitz neben seinen vier Treffern auch als zentraler Matchwinner glänzte. Während Peickwitz im Umkehrspiel sehr gut agierte, retteten sich die Gäste noch in die Verlängerung, in dem kleine Unzulänglichkeiten im Zentrum prompt bestraft wurden.

SV Aufbau Oppelhain - FSV Brieske/Senftenberg II 6:3 n. V. (0:1, 3:3). Tore: 0:1 Peschel (38.), 1:1 Maleis (56.), 1:2 Wetter (65.), 2:2 Schröter (79.), 3:2 Kaiser (81.), 3:3 Wetter (82.), 4:3 und 5:3 und 6:3 Maleis (102./Foulelfmeter/ 111./ 113.); Schiedsrichter: Wessely (Plessa); Zuschauer: 75.

Die Briesker Reserve musste auf zwei Altligaspieler zurückgreifen, da der personelle Notstand an diesem Tag fast einen Nichtantritt nach sich zog. Die aufgebotene Mannschaft zeigte aber über die komplette Spielzeit eine sehr gute Leistung, belohnte sich aber nicht mit dem Weiterkommen. Im zweiten Abschnitt gelang Oppelhain durch einen direkten Freistoß der Ausgleich, ehe die Gäste wiederum zurückschlugen. Sehenswert traf Julian Wetter zum 1:2. Die Hausherren, mit einem ebenbürtigen Kampf, drehten die Partie innerhalb von zwei Minuten, ehe abermals Julian Wetter per Freistoß zum Ausgleich traf. Ein umstrittener Foulelfmeter brachte die Hausherren in der Verlängerung in Front und sorgte für den Knackpunkt im Spiel der Knappenreserve. Mit zwei weiteren Treffern sorgte Peter Maleis für die endgültige Entscheidung und das Ausscheiden des Titelverteidigers.