Demnach gibt die Cottbuser Behörde im Gegensatz zu Potsdam, Brandenburg und Frankfurt (Oder) nicht nur pro Fall am wenigsten aus, sondern bearbeitet auch die meisten Fälle je Vollzeitstelle. Dieses positive Ergebnis wird erreicht, obwohl gleichzeitig die Zahl der Mitarbeiter abgebaut wurde. Cottbus hat, je 10 000 Einwohner gerechnet, die wenigsten Mitarbeiter in der Baubehörde.

Eine bessere Arbeitsteilung und die Digitalisierung der Arbeitsvorgänge macht's möglich.

„Eine weitere Reduzierung der Mitarbeiter würde aber über die Schmerzgrenze hinausgehen“, erklärt Baudezernentin Marietta Tzschoppe (SPD). So werden derzeit etwa die Hälfte aller Bauanträge innerhalb von zwei Monaten bearbeitet. „Mit noch weniger Mitarbeitern ist das nicht zu halten. Es ist also die Frage, wo wir in der Stadtentwicklung hinwollen.“

Während die ersten Eckwerte Cottbus glänzend dastehen lassen, landet die Stadt beim Kostendeckungsgrad der Baubehörden auf dem letzten Platz. „Das hat mit dem Bauvolumen zu tun“, erklärt die Dezernentin. Während Cottbus viele kleinere Vorhaben insbesondere im Wohnsektor betreute, gab es in den anderen kreisfreien Städten auch große Bauprojekte. Aber bereits in diesem Jahr rechnet Cottbus mit einem um 20 Prozent verbesserten Deckungsgrad. 2012 könnte der sich noch einmal deutlich verbessern – wegen des Großprojektes Blechen-Carré.

Die Stadtspitze diskutiert derzeit das neue Personalentwicklungskonzept. Im Januar 2011 verfügte das Rathaus über 1258 Vollzeitstellen. Das sind 84 weniger als zu Beginn 2010. Die Stadt hat von der Kommunalaufsicht die Auflage, ihr Personal weiter zu reduzieren.