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| 01:25 Uhr

Pflegende erwerben Ansprüche für die gesetzliche Rente

Eine häusliche Pflegetätigkeit begründet Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung.

Weil Pflegende häufig ganz oder zum Teil auf eine eigene Berufstätigkeit verzichten, wird ihnen die häusliche Pflege angerechnet, erläutern Experten des Deutschen Rentenversicherung Bundes (DRV) in Berlin. Voraussetzung für das Entstehen einer "rentenerhöhenden Beitragszeit" sei, dass jemand einen Pflegebedürftigen mindestens 14 Stunden pro Woche in seiner häuslichen Umgebung auf privater Basis pflegt.
Ein verwandtschaftliches Verhältnis müsse nicht vorliegen - Bedingung ist aber, dass der Pflegebedürftige Leistungen aus der Pflegeversicherung bezieht, heißt es weiter. Die Höhe der angenommenen eingezahlten Beiträge in die Rentenversicherung bemisst sich nach der Schwere der Pflegebedürftigkeit: So wird nach DRV-Angaben jemand, der eine Person mit der Pflegestufe II mindestens 21 Stunden pro Woche pflegt, rententechnisch so behandelt, als habe er rund 13 000 Euro im Jahr verdient.
Für die alten Bundesländer wird dabei ein Wert von 15 000 Euro zugrunde gelegt. Allerdings ist den Experten zufolge eine weitere Voraussetzung, dass der Pflegende selbst nicht mehr als 30 Stunden pro Woche angestellt oder selbstständig berufstätig ist.
(dpa/sha)
Informationen im Internet: www.drv-bund.de