Nach zwei Stunden beindruckendem Programm konnten sich die Kunstradfahrer aus Wiednitz unter tosendem Beifall von über 160 Geschwistern, Eltern und Großeltern feiern lassen. Schon zum 22. Mal wurden die traditionellen Wettkämpfe am dritten Adventssonntag bei Kaffee und Kuchen für die Zuschauer um den Arno-Koschminder-Pokal und um den Herbert-Natusch-Ehrenpreis ausgetragen. Die 13 teilnehmenden Kinder und Jugendlichen des RfV Wiednitz 1900 hatten sich in den letzten Wochen fleißig auf diesen Vereinswettbewerb vorbereitet. Schließlich wollte jeder vor den kritischen Augen des Publikums und der Jury bestehen.

Ganz Stolz stand der jüngste und einzige Junge, Norman Bieger, mit seinen sechs Jahren nach seiner gut vorgetragenen Show auf dem Siegertreppchen. Für diesen Moment hatte er hart trainiert.

Den 22. Arno- Koschminder- Pokal für die beste sportliche Leistung erhielten die Mädchen vom Vierer mit Charlott Boden, Anna Buchwald, Hannah Schulze und Nadine Jenchen, die mit einem ganz neuen Programm zur Vorbereitung auf die deutsche Meisterschaft im Jahr 2017 auf sich aufmerksam machten.

Den 11. Herbert-Natusch-Ehrenpreis erhielt Sophie Gense, die von den Zuschauern zum Publikumsliebling gewählt wurde. Die Entscheidung fiel ganz knapp zugunsten Sophie Gense aus.

Die Auszeichnungen wurden vorgenommen von der Tochter von Herbert Natusch, Angela Paßora. Ein ganz herzliches Dankeschön gab es vor der Siegerehrung an alle, die als Trainer und Übungsleiter im Verein wirken, um die Kinder in die Geheimnisse des Kunstradfahrens einzuweisen. In vielen Stunden ihrer Freizeit entwickeln sie zusammen mit den Sportlern neue Programme und stecken ihr gesamtes Herzblut in die Entwicklung der Kinder vom RfV Wiednitz. Aber der Dank galt auch den Eltern und Großeltern, die ihre Kinder begleiten und in Vorbereitung des großen Vereinswettbewerbes Kuchen gebacken hatten. Durch sie wurde der Nachmittag auch für das leibliche Wohl ein voller Erfolg. Schließlich hat auch die große Kaffeetafel am dritten Advent mittlerweile Tradition in Wiednitz.

Der Arno-Koschminder-Pokal und der Herbert-Natusch-Ehrenpreis werden zu Ehren von Arno Koschminder und Herbert Natusch ausgetragen. Beide waren langjährige erfolgreiche Trainer im Kunstradfahren des RfV Wiednitz. Arno Koschminder trainierte mehrere Vierer und Sechser-Reigen bis zur DDR-Meisterschaft. Herbert Natusch trainierte erfolgreich die Einer und Zweier Kunstradfahrer und führte sie zu Meisterehrungen. Schon seit 22 Jahren wird dieses Turnier im Advent in Wiednitz zu Ehren von Arno Koschminder ausgerichtet. Seit 2006 wird der Publikumsliebling jedes Jahr mit dem Herbert-Natusch-Ehrenpreis geehrt.

Der verdienstvolle Trainer Arno Koschminder ist bereits im Jahr 1974 verstorben. Herbert Natusch, der vor elf Jahren verstarb, hatte nach dem Krieg den Radsport mit bescheidenen Mitteln wiederaufgebaut und dafür gesorgt, dass der Radsport in Wiednitz an die alte Erfolgsgeschichte seit 1900 wieder anknüpfen konnte.