Die Idee zu der Internetseite wurde aus der Not heraus geboren. „Als ich einmal zu Besuch in Berlin war, bin ich bei der Suche nach einer Toilette am Alexanderplatz fast verzweifelt“ , erzählt Beckmann, Fachinformatiker in der Ausbildung aus Köln. „Die Hygienestandards der Toilette, die ich nach langer Suche gefunden hatte, ließen zu wünschen übrig. Aus diesem Erlebnis ist dann die Idee entstanden, eine Toilettensuchmaschine mit Bewertungssystem zu erfinden.“
lootogo.de ist nach Beckmanns Angaben das größte Toilettenverzeichnis Deutschlands, mit ein paar Klicks haben Leser der Seite die Möglichkeit, Informationen über Ort und Qualität der stillen Örtchen einzuholen. Fast 10 000 Toiletten sind mittlerweile bei lootogo.de verzeichnet.

Selbsttest bei 100 Toiletten
„Mein Kumpel Christian Rohowski und ich haben vor dem Start von lootogo.de ungefähr 100 Toiletten selbst getestet“ , erzählt der 18-Jährige Beckmann. „Mit der Zeit entwickelt man einen Kennerblick für hochwertige WCs. Immer wenn ich irgendwo unterwegs bin, halte ich Ausschau nach Toiletten und benutze sie auch gleich, damit ich sie bewerten kann.“
Die Nutzung der Suchmaschine ist leicht. Nach ein paar Klicks wird eine Landkarte mit den entsprechenden Örtlichkeiten angezeigt. Als erstes gibt der Nutzer seinen aktuellen Standort ein, dann kann er die beste Toilette auswählen und zum Schluss noch seine eigene Bewertung abgeben. Neben lootogo.de existiert mit gratispinkeln.de noch eine weitere Klosuchmaschine in Deutschland. Auch im Ausland gibt es schon Vorreiter. Das Bewertungssystem von lootogo.de ist allerdings einzigartig. Die Toiletten werden in Hinblick auf Sauberkeit, Wartezeit, Ausstattung und Personal getestet und dann auf einer Skala von 1 bis 6 bewertet. Die schlechteste Note bekam mit 4,9 eine Toilette auf dem Kölner Neumarkt.
Der Internetnutzer erhält bei lootogo.de auch Informationen über die Kosten der Toiletten. Behindertengerechte Örtchen sind mit einem Smiley gekennzeichnet. „Mit unserer Plattform wollen wir die Betreiber von öffentlich zugänglichen Toiletten dazu motivieren, ihre Örtlichkeiten sauber zu halten“ , erläutert Christoph Beckmann. „Wir wollen die Standards deutscher Toiletten verbessern.“ Pro Tag besuchen 500 Menschen die Webseite. Momentan ist die Toilettensuche nur im Internet möglich, Beckmann und der ebenfalls 18-jährige Rohowski planen aber, ihren Service auch auf den Mobilfunk auszuweiten.

Zehn Stunden Arbeit pro Woche
Das Geschäft mit dem Geschäft bleibt vorerst aus, die Seite ist nicht kommerziell. „lootogo.de ist ein Hobbyprojekt, uns macht die Pflege und Weiterentwicklung der Seite Spaߓ , sagt Beckmann. Etwa zehn Stunden Arbeit pro Woche investieren die beiden in die Internetseite, die das Leben Reisender ein wenig erleichtern kann.