Wann genau das letzte Mal am Hüttenwerk neben dem Hammergraben saniert wurde, weiß auch der Peitzer Baudezernent Jörg Exler nicht so genau zu sagen. Doch wer sich die bröckelnden Außenmauern und die morschen Uferbefestigungen anschaut, der weiß: Hier ist lange nichts getan worden.

„Es gab sogar Gerüchte, dass sich der 1810 erbaute Hochofen gesenkt hat“, sagt Jörg Exler. Doch Voruntersuchungen aus dem vergangenen Jahr zeigten, dass zumindest diese Befürchtungen grundlos waren. Der Hochofen steht auf sicherem Grund. Allerdings müssen die Außenwände des Hochofens gesichert werden. Ausspülungen und Wassereintritte haben das Mauerwerk bröckeln lassen.

Auch das Wehr soll komplett saniert werden. Die alte Holz- und Betonkonstruktion wird überbaut. Außerdem werden die Zuwegung und Wasserführung neu befestigt.

„Während der Bauarbeiten müssen wir das Wehr mithilfe eines Dammes trockenlegen“, erklärt Jörg Exler. Da aber die Binnenfischer ab September auf eine ausreichende Wasserzufuhr angewiesen ist, um im Hälterteich die Karpfen zu überwintern, müssen die Baumaßnahmen bis zum Herbst abgeschlossen sein.

„Beginnen wollen wir am 24. April“, so der Baudezernent. Noch müssten aber die nötigen Fördermittel bewilligt werden. Die Arbeiten sollen 1,07 Millionen Euro kosten und zu zwei Dritteln aus Bundes- und Landesmitteln (Denkmalprogramm für Kulturdenkmäler mit besonderer nationaler kultureller Bedeutung) finanziert werden.

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Zum ThemaDas Hüttenareal in Peitz ist 2010 als national bedeutsames Denkmal anerkannt worden. Damit steht es auf derselben Stufe wie etwa das Schloss Neuschwanstein. Ab 1567 ist der Eisenguss im „ehemaligen königlichen Eisenhütten- und Hammerwerk“ bezeugt. Bauprojekte, die das Areal betreffen, werden zu zwei Dritteln aus dem Denkmalprogramm zur Erhaltung und zum Wiederaufbau von Kulturdenkmälern mit besonderer nationaler kultureller Bedeutung gefördert. Genutzt wird das Hüttenareal von der Stadt Peitz und von der Binnenfischerei, die zuständig ist für die Sanierung des ehemaligen Emaillierwerkes.