Frau Hölzner, was war für Sie der größte Erfolg des vergangenen Jahres?

Das war sicher die Einweihung unserer Schulsporthalle mit Mehrzweckcharakter und neuer Mensa der Mosaik-Grundschule.

Ein weiterer sehr schöner Erfolg war die Einweihung des sanierten Wohngebäudes, Mühle 5 im Ortsteil Maust. Es ist das erste sanierte Wohnhaus in ganz Deutschland mit Passivhaus- Standard. Hier hat die Gemeinde Teichland wieder Maßstäbe gesetzt. Es entstanden sieben Mietwohnungen und eine kleine Gewerbeeinheit. Alle Wohnungen sind vergeben.

Was war der größte Flop?

Der größte Flop war für mich die Entscheidung der Bundesregierung zum sofortigen Atomausstieg. Klimawandel, Klimaschutz, Energiewende sind moderne Schlagwörter unserer Gesellschaft. Oft aber werden gerade unter diesem Deckmantel energiepolitische Entscheidungen getroffen, die weder zukunftsorientiert noch wirtschaftlich durchdacht sind. Jüngstes Beispiel ist die Diskussion um die Braunkohle. Für mich völlig am Leben und der Tatsachen vorbei.

Worauf freuen Sie sich 2012 am meisten?

Es gibt 2012 wieder viele Höhepunkte im Amt Peitz. Aber am meisten freue ich mich auf den 23. Juni, da feiert das Amt Peitz 20-jähriges Bestehen. Ein Fest für alle Bürgerinnen und Bürger. Natürlich erwarten wir auch viele Gäste. Die Internationale Folklorelawine des Landkreises Spree-Neiße wird dabei sein, darüber freue ich mich ganz besonders.

Wo liegt die größte Herausforderung?

Die sehe ich darin, in den nächsten Jahren mit den finanziellen Zwängen klarzukommen und trotzdem das Amt und die Gemeinden zu stärken, damit sie lebens- und liebenswert bleiben und nicht noch mehr Jugendliche unsere Region verlassen. Ohne gute und zuverlässige Partner an meiner Seite wäre das nicht möglich. Stellvertretend für alle sei hier der Wirtschaftsrat Peitz genannt, bei dem ich mich für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr herzlich bedanken möchte.

Was wünschen Sie sich persönlich für das kommende Jahr?

Persönlich wünsche ich mir für das kommende Jahr eigentlich nur Gesundheit und manchmal etwas mehr Zeit für meine Familie. Und schön fände ich es auch, wenn man sich erst einmal an die Verwaltung und an mich wendet, wenn ein Problem besteht. Ich habe in meiner Amtszeit noch nie jemanden weggeschickt.

Mit Elvira Hölzner

sprach Andrea Hilscher.